Spanische Galeone ca. 16. Jahrhundert

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Forum,


    manchmal hat man den Drang etwas neues zu versuchen. So ein Papiermodell wollte ich schon immer mal

    versuchen. Jedoch waren mir die meisten Bausätze in diesem Bereicht etwas zu kompliziert für den Anfang.

    Also habe ich mich nach Alternativen umgeschaut. Irgendwie bin ich dann beim Surfen auf die mir völlig un-

    bekannte Marke UMBUM gestoßen. Auf den Werbebildern versprach das Modell einen tollen Bauspaß.

    Ausserdem sollte es als Quasi Trainingsmaßnahme für die Revellsche Black Pearl dienen.


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    Der Bausatz besteht aus Lasercutformteilen, welche auf sehr festem Karton gedruckt sind. Die Farbqualität

    und allgemeine Qualiutät der Druckes will ich als bestens beschreiben. Das Modell aufzubauen macht richtig Spaß.

    Etwas Tricky wird es aber bei der Takelage. Der Hersteller legt hier auch die Schnur bei. Diese ist allerdings etwas fest

    und spröde, so das ich zum Teil auf "Seile" aus dem Nähkasten zurück gegriffen habe.

    Die Segel bestehen aus einem plastikartigen Material. Um diese etwas in Form zu bringen soll man sie an der Tisch-

    kante entlang ziehen bis die gewünschte Form erreicht ist. Das funktionierte auch recht gut. Ein wenig Mehraufwand habe

    ich betrieben, als mir die Lasercutbedingten unschönen grauen Kanten aufgefallen sind. So habe ich alle nach Pappe

    aussehenden Ränder mit brauner Farbe nachgezogen, was das Modell etwas professioneller wirken lässt.

    Kleber und anderes Zubehör wird nicht benötig das Modell wird gesteckt und hat eine sehr gute Festigkeit.


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    So das war es mit der Spanischen Galeone dieses osteuropäischen Herstellers. Ich finde es ist ein schönes Modell

    und macht einen guten Gesamteindruck. Zumindest ist gut geeignet auch als nicht ganz versierter Schiffsbauer

    ein anständiges Modell zu bauen. Als Wasserlinienmodell bietet es sich sogar als Dioramagrundlage an.

    Das kleine Beiboot vom Kartonbild ist auch dabei sowie einige 2D Figuren. Die habe ich aber nicht verwendet.

    Und auch das Beiboot habe ich zwar gebaut aber nicht Fotografiert. Ich freue mich auf feedback von Euch !!!


    LG Patrick :)

  • Deiner Beschreibung nach hätte ich es erstmal für ein "Kinder", bestenfalls "Einsteigermodell" gehalten ;

    Auf den Fotos sieht's aber (bis auf die eckigen Masten vielleicht) erstaunlich gut aus!

    Zwei Worte werden dir im Leben so manche Tür öffnen : Ziehen und Drücken :00008359:

    • Offizieller Beitrag

    Danke Ingo ja das dachte ich anfänglich auch. Insgesamt macht es aber einen wertigen Eindruck und ich würde es uneingeschränkt als Alternative zu Plastik empfehlen. Bemalt man wie erwähnt die Kartonränder passend zum Schiff verschwindet auch der "Pappeindruck". Ich denke sogar mit Stoffsegeln und etwas Aufwand lässt sich sogar noch mehr raus holen. Man könnte so zum Beispiel die Masten durch Rundhölzer ersetzen. Aus der ferne in der Vitrine seiht man keinen Unterschied zum Plastikmodell. ;)

  • Wo fang ich an? Als erstes schön dass hier mal ein Segelschiff gebaut wird. Und auf den ersten Blick macht es sicher was her.

    Aber wenn man genauer hinschaut fällt doch die Takelage auf. Oder was Umbum als solche bezeichnet. Und was ich so im Netz gesehen hab, ganz Billig war das Modell auch nicht. Für mich siehts halt aus wie ein Spielmodell für Kinder zu einem überteuerten Preis. Lego aus Pappe halt :P

    Irgendwie wird das ganze Dingens Deinen Fähigkeiten in keinster Weise gerecht (ohne lobhudeln zu wollen)
    Zur Vorbereitung für die Black Pearl würd ich eher zu einem Plastikschiff raten, zb von Heller oder Revell. Heller zb eins aus der Kolumbusflotte, Revell zb die Kogge.

    Bei allen nicht zu viele Masten, also nicht so viel Takelage.

    So, das haste jetzt davon wenn Du nach einer ehrlichen Meinung fragst ;)

    gruss georg

  • Endlich mal ein Neuer in dieser Ecke des Forums. 8o


    Gelesen hatte ich von dem Hersteller, konnte mir aber keinen Reim darauf machen. Danke also für den Bau, Patrick. Ich bin über das Ergebnis positiv überrascht. Trotz starker Vereinfachung lässt sich offenbar durch einen versierten Modellbauer an ansehnliches Schaustück (ich vermeide absichtlich mal das Wort Modell) zaubern. Gut gemacht, Patrick. :thumbsup:


    Es hat Dir sicher einen Eindruck vermittelt, was bei einem Segelschiff auf Dich zukommen kann. Und wenn es Spaß gemacht hat, war es doch die Mühe allemal wert. Als weitere geeignete Übungsmodelle rate ich Dir wie Georg schon schrieb zu den Kolumbusschiffen von Heller oder auch Revell. Und noch etwas komplexer würde ich Dir bei Interesse die Airfix Bounty überlassen. Die werde ich im Leben nicht bauen.

    Einen schönen Gruß aus Schläfrig-Holstein.
    Bernd


    "Wenn das Ihre Lösung ist, dann hätte ich gern mein Problem zurück!"

    • Offizieller Beitrag

    Also, ich finde deinen Ausflug in den Segelschiff Bereich voll und ganz gelungen.

    Ich habe damals, als ich die Passat gebaut habe, die Takelage mit einem kleinen Trick eingebaut.

    Ich habe den Faden immer auf die ungefähre Länge abgeschnitten, das obere Ende verknotet und mit etwas Sekundenkleber gesichert.

    Am unteren Ende habe ich eine Schlaufe reingeknotet, dieses Ende wurde dann mit Hilfe von zwei Drähten an den "Seilbänken" verknotet.

    Die zwei Drähte hatte ich beide an einer Seite im rechten Winkel gebogen und die andere Seite als Haken. So konnte ich die Fäden straff ziehen und auch unten verknoten.

    Abschließend wurde das Ganze mit Sekundenkleber gesichert.