Womit Sekundenkleber punktgenau auftragen

  • Ich suche hier ein Werkzeug, ein Hilfsmittel um auch kleine Mengen Sekundenkleber punktgenau aufzutragen.

    Hab mal irgendwo ein Ätzteil für einen Klingenhalter gesehen, hat jemand von Euch damit Erfahrungen gesammelt oder Alternativen?

  • Gibt solche Applikatoren von verschiedenen Herstellern, z. B. Voyager:


    https://www.dersockelshop.de/v…uper-glue-aplicators-2-gp


    Sehr praktisch, möchte ich nicht mehr missen. Gibt es auch als komplette kleine „Sekundenkleberstation“ von Meng:


    https://www.amazon.de/MENG-Mod…zeug-Farbig/dp/B07PS5FT3Z


    Geht auch in einfacherer Ausführung, aber die wertige Ausführung in eloxiertem Metall macht mir einfach jedes Mal beim verwenden Freude. ^^

    Grüße


    Philipp



    "Der Kerl fährt nicht nur zwei Turns am Stück, sondern ist schneller als alle anderen. Und das sind ja alles keine Wichser, sondern richtig gute Leute wie Stuck und Co." - Gerhard Berger über Stefan Bellof

  • Ich hab eine Nähnadel am Ör getrennt und in eine Kulimine geklebt. Damit lassen sich kleine Mengen Kleber aufnehmen

    und punktgenau auftragen.


    p519000240sk2.jpg

  • Ich greife da zu Nahttrennern meiner ach so geliebten 1 € Läden. Allgemein ist nichts im Haushalt vor mir sicher. Teesiebe, Manikürfeilen. Eine Sommerhose der Schwester war in Farbe und Struktur das optimale Cabrioverdeck. Obwohl die Hühner in dem Alter mit Löchern in den Hosen herumlaufen, war sie nicht begeistert. Modellbau macht oft einsam.

  • Wegen der großen Kapillarwirkung von sehr flüssigem Sekundenkleber funktioniert das bei wirklich winzigen Teilen imho alles nicht so dolle.


    Der neuste Versuch war eine Insulinspritze (Danke, Ingo! ;)), aber auch das klappt nicht so recht. Von Haus aus kommt der Kleber seitlich raus, wenn man die Nadelspitze gerade abschneidet, klappts auch nicht. Das Problem ist, es braucht für eine winzige Menge so wenig Druck auf der Spritze, dass der Kleber sich beim loslassen gleich wieder in die Nadel zurückzieht. Drückt man stärker, sammelt sich der Tropfen neben der Öffnung.


    Ich mache solche Arbeiten mittlerweile mit Sekundenkleber-Gel. Das lässt sich perfekt dosieren, weil es bleibt wie man es formt.


    Kleber.jpg

  • Ich benutze dafür einfach einen Zahnstocher, der zur Not auch mal noch etwas angeschliffen wird. ;)

    Schöne Grüße aus dem Bayerischen Wald 8)
    Roman




    „Ein Auto ist erst dann schnell genug, wenn man morgens davor steht und Angst hat, es aufzuschließen.“
    - Walter Röhrl

  • Servus Koffeinfliege


    eine winzige Menge so wenig Druck auf der Spritze, dass der Kleber sich beim loslassen gleich wieder in die Nadel zurückzieht.

    Als rein Theoretische Überlegung, seitlich in die Spritze eine Schraube M2 oder M3 eindrehen, oder eine Holzschraube (Kernloch bohren) eindrehen, sollte eine feine "Kolbenwirkung", oder Dosierwirkung erzielen, und auch nichts zurückziehen. Wie gesagt, eine rein Theoretische überlegung, ich werde es mal ausprobieren. (Kernloch M2 = 1,6mm M3 =2,5. Steigung ist 0,4 und 0.5 mm)

    Nachtag: ein Stück Blech, oder Rundmaterial bei einer Schlitzschraube in den Schlitz eingeklebt, wäre dann so wie eine Flügelschraube, sollte das Händling vereinfachen.


    Servus Ehvorwald

    In den Bergen wohnt die Freiheit

    In den Tälern wohnt der Neid;)

    Einmal editiert, zuletzt von ehvorwald ()

  • Servus.

    Ich suche hier ein Werkzeug, ein Hilfsmittel um auch kleine Mengen Sekundenkleber punktgenau aufzutragen.

    Hab mal irgendwo ein Ätzteil für einen Klingenhalter gesehen, hat jemand von Euch damit Erfahrungen gesammelt oder Alternativen?

    Habe dazu damals (April/2021) eine theoretische Lösung beschrieben.


    Rein praktisch verklebt leider alles mit Kleber.

    Ich glaub nicht , das du es wirklich probiert hast, so schnell wie die Antwort damals war. Ich hab vor 6 wochen die Spritzenlösung gebaut, und rein praktisch verklebt nichts !. Warum ich jetzt antworte?. Hast mich bei meiner Tüftler "Ehre" erwischt.;). Eine dünnste Klebstoffspur lässt sich genau dosiert über eine längere Strecke auftragen. Problem bei einer z.B. 1mm breiten Stirnkannte ist nur die Führung, ohne seitlich abzurutschen. Dazu hab ich allerdings auch eine Lösung gefunden.


    Ich nehme da ein Stück Draht.

    Würd ich jetzt auch so machen, allerdings mit einem Zahnstocher aus Holz. (hab´s ausprobiert). Die Spritzenlösung funktioniert !, Ich benutze aber immer die funktionellste lösung. :)


    Wird jetzt wahrscheinlich wieder mal falsch rüberkommen, aber nix für ungut. Ehvorwald.;)

  • ehvorwald

    Bilder sprechen mehr als die Beschreibung. Würde es auch eher ausprobieren, wenn mir einer die Lösung zeigt anstelle nur beschreibt. 😉


    Könnte mir eine Lösung mit einer Insolinspritze und elektrischen Antrieb auch gut vorstellen. Schön mit digitalen Schalter. 😁 Leider verkleben die Nadeln schneller als man bis drei zählen kann.


    Ich selbst habe diese offene Nähnadel Lösung, oder Sekundenkleber Aplikator.

    https://www.krickshop.de/Flex-…icle&ProdNr=AA805&p=21462


    Du beschreibst eher eine solche Lösung... Da glaube ich das man Ärger nit den Nadeln bekommt. Am besten mit einem Kühlschrank auf dem Tisch...


    https://preservationequipment.…EiC1aOsLhyBoCFscQAvD_BwE#


    Also bitte mal den elektrischen Aplikator austüfteln mit Baubericht und funktionssicher. Natürlich mit einer Bauzeit von 10min und 3 Euro Einsatz.... 😅😆

  • Servus.

    Zum besseren Verständnis noch mal der Originaltext.

    Als rein Theoretische Überlegung, seitlich in die Spritze eine Schraube M2 oder M3 eindrehen, oder eine Holzschraube (Kernloch bohren) eindrehen, sollte eine feine "Kolbenwirkung", oder Dosierwirkung erzielen, und auch nichts zurückziehen. Wie gesagt, eine rein Theoretische überlegung, ich werde es mal ausprobieren. (Kernloch M2 = 1,6mm M3 =2,5. Steigung ist 0,4 und 0.5 mm)

    Nachtag: ein Stück Blech, oder Rundmaterial bei einer Schlitzschraube in den Schlitz eingeklebt, wäre dann so wie eine Flügelschraube, sollte das Händling vereinfachen.

    Seit April nichts mehr gemacht, und noch nichts verklebt. Die Klebstoffspur ist schwierig zu fotografieren, auf foto 1 ist rechts oben die breite der Spur, erzeugt mit einer Nadel 0,3 und schraube M3 erkennbar. Der Ring auf der Spritze ist aus teflon, (Kleber hält nicht auf Teflon) aufgepresst und dient nur als Basis für das Gewinde. Die Führung für schmale Kanten, (z.B. Bordwand - Kanzel) finde ich gerade nicht, ist stilisiert als Zeichnung neben der Spritze. Ein gerader 0,5mm Alustreifen, und durch 2 Bohrungen auf die Nadel "gespannt". Ich hab mich jetzt nicht um eine gerade Spur bemüht, sollte nur zur darstellung dienen.

    Auf alle fälle läßt sich eine gleichmäßig breite Spur über eine Strecke von bis 100mm erzeugen.Es war nur ein Testobjekt, um die Funktion zu erproben.

    Aufgrund der Erfahrung würde ich den nächsten Versuch mit einer Nadel 0,4 - 0,5mm, und einer Schraube M4 oder M5 machen. Jetzt ist die Klebstoffspur einfach zu dünn, und trocknet zu schnell weg. Auf die Schraube kommt noch eine "Rändelscheibe". Drehen mit einem Überlangen Imbusschlüssel ist zu unhandlich.

    Elektrisch hört sich gut an, befürchte aber, es wird nichts geben mit 1 Umdrehung pro sec. Werde mich aber mal danach umschauen. Eine Insulinpumpe hat wahrscheinlich bewegte teile, die verkleben?, kenne jetzt aber Funktionsprinzip nicht.

    Eine Möglichkeit meiner Lösung wäre eventuell ein E. Motor mit getriebe, und eine dünne biegsamme Welle zur übertragung auf die schraube.

    Es gibt neben Zahnstocher bestimmt noch eine Menge an Lösungen. Ich habs aber gerne immer ein wenig kompliziert.;). Dies war und ist ein Problem von mir. Warum einfach, wenns auch kompliziert geht?;)


    Und zur erinnerung, Problemstellung war:


    eine winzige Menge so wenig Druck auf der Spritze, dass der Kleber sich beim loslassen gleich wieder in die Nadel zurückzieht.

    Auf foto 3 ist ein winziger tropfen zu sehen, der sich nicht zurückzieht!. Außendurchmesser der nadel ist 0,7mm.


    Servus Ehvorwald.


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