Fairey Battle ; Belgische Luftwaffe; Airfix 1/72

  • Warum das Modell erstand....

    Im vergangenen Jahr Besuchte ich mal wieder das Museum "Eben Emael" in Belgien, und machte von dort einen Abstecher zur wenige Kilometer entfernten Brücke von Vroenhoven, deren Geschichte eng verbunden ist.


    Nachdem sich im Jahr 2020 der deutsche Angriff auf Belgien zum 80sten Mal jährt, hatte ich ein Diorama der Luftlandung auf Eben Emael erstellt, und stieß bei der Recherche dazu auf ausführliche Berichte zu den Angriffen der belgischen Luftwaffe gegen die eroberten Brücken am Albertkanal.

    Ein passender Bausatz war kurzfristig nicht verfügbar, bis unser Kollege "Ballrog" einsprang

    (DANKE ROLLI :*) .....


    Basis war der Airfix Kit ( hübsche Schachtel, aber Form aus 1973!).


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    Übersichtlich könnte man sagen, aber es gibt schlechtere....


    Da ich es hasse, Propeller bereits währen der Rohbauphase einzusetzen, würde im Bug ein Gußaststück verklebt, das später passend zur Propellerwelle aufgebohrt wurde :


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    Auf eine weitere Detailierung der Inneneinrichtung habe ich verzichtet, und so war der erste Abschnitt zügig bereit die Innencolorrierung zu erhalten...


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    Ein paar Pinselstriche später konnte der Rumpf geschloßen und verschliffen werden.

    Abweichend von der Bausatz Ausführung zeigte die belgische Battle einen verlängerten Kühlluft Einlauf.

    Dieses markante Detail entstand aus Pladtiksheet und einem Krümelchen Karosseriespachtel :


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    Es wurde geschliffen gespachtelt, geschliffen....


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    Der Bereich um den Propeller dient beim Vorbild der Luftzufuhr zum Motor, während im Modell ein geschlossene Front vorliegt. Hier brachte ich diverse Öffnungen an.

    Die Auspuffkrümmer bohrte ich auf, und schliff die "Sockel" fast vollständig ab, da die Bauteile anderenfalls viel zu weit aus der Motorabdeckung ragen.


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    Zwischenzeitlich durften die dem Bausatz alter entsprechend dicken und nicht so wirklich scharf geformten Klarteile in Bodenglänzer baden...


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    Die Schiebehaube des Piloten wurde (nach Vorbilaufnahmen) wohl gerne während des Fluges offen gelassen, demnach bearbeitete ich das Klarteil auf der Innenseite zunächst mit der "groben Raspel", bis es über den hinteren Kanzelabschnitt paßte:


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    Auftritt der Polierfeilen ( finden sich im Bereich "Nagellack Design" :thumbsup:) :


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    Das Gewächshaus montierte ich mit "Tamiya Extra Thin", der dank Kapilarfähigkeit wunderbar in die Nähe zieht und recht zügig klebt.

    Bemalt würde hier per Pinsel und Vallejo Farbe, da die meisten BAF Maschinen kein Tarnmuster auf den Kanzelstreben zeigten...


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    Die Abdeckungen der Landescheinwerfer mußten in die Flügelvorderkante eingeschliffen werden, da leider völlig aus der Form geraten!


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    Ein Bad in wärmer Spülmittellauge entfernte Staubreste (besonders aus dem Innenraum), dann könnte ein Mützchen die Klarteile vor der anstehenden Farbgebung schützen...


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    Eine erste Lage Tamiya Fine Filler zeigte noch Schwächen am Lufteinlauf :


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    Jetzt wird's bunt.....

    Zwei Worte werden dir im Leben so manche Tür öffnen : Ziehen und Drücken :00008359:

  • Um eine glatte Oberfläche zu erhalten startete ich mit einem Überzug "Tamiya Fine White Primer", der kleine Kratzer beseitigt und eine feste, glatte Basis bildet...


    Hier zum Vergleich an Bug und Heck zu erkennen :

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    Nachdem die Unterseite mit Vallejo Metal Chrom gespritzt wurde (die belgischen Battle hatten glänzende Unterseiten), erfolgte die Tarnbemalung der Oberseiten mit mir passend erscheinenden Farben von Gunze (US Uniform Oliv und Israeli Brown ;)) ;


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    Vallejo Acryl Glanzlack diente als Basis der Decals :


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    Eben diese führten nun zum nächsten "Knackpunkt" des Projekts!

    Trotz großem Fundus hatte ich nur belgische Kokarden, welche im Durchmesser auf den Rumpf passten.

    Die Hobby Kollegen konnten nicht helfen, der Händler hatte nix und nach Belgien dürfte ich aktuell nicht reisen...

    Aber, dem Ingenieur Modellbauer ist nichts zu schwör ;


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    Von einer 48er Me-109 gab's noch Rumänische "Nachkriegs Roundels", also würden mithilfe einer geätzte Kreis Schablone die blauen Flächen Schwarz gespritzt, und schon hatte ich das gewünschte.... :)


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    Die Jahrzehnte alten Decals von Hobbycraft paßten sich mit etwas Weichmacher perfekt an die Oberfläche an!


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    Die Bildchen wurden versiegelt, die Oberseite Matt überlackiert und die Masken entfernt.


    Nun noch Kleinteile montieren, wie Propeller, Fahrwerk und Antennenmast (nebst "Draht" aus "Uschi's Gummilitze")...


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    Anstelle des klobigen Bausatzteils ein Ersatz aus Gußast!



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    Und so steht sie nun da :


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    Mehr zur Geschichte:


    Das Modell zum Tag.....



    Zum Schluß nochmals vielen Dank an dich Roland, für die prompte Unterstützung! :thumbup:

    Zwei Worte werden dir im Leben so manche Tür öffnen : Ziehen und Drücken :00008359:

    2 Mal editiert, zuletzt von albatros32 ()

  • Hallo Ingo,


    erstaunliches Modell, erstaunlich gut und erstaunlich schnell modifiziert und gebaut!:thumbup:Die Battles hatten wohl keinen Spinner auf der Propellernabe, oder?:/


    Liebe Grüße

    Frank

    "Racing is life anything that happens before or after is just waiting"

    Steve McQueen als Michael Delaney in "Le Mans"

  • Nein Frank, sowas war scheinbar nicht vorhanden;

    Ich würde vermuten, da der Motor (Kühl-) Luft durch die oben erwähnten Öffnungen in der Haube erhielt, das ein "Spinner" diese zu sehr abgelenkt hätte!? :/

    Die Front der Battle erinnert in diesem Bereich ein wenig an einen per Blechschere zurecht geschnittenen Kotflügel :stups:; Typisch British ......

    Zwei Worte werden dir im Leben so manche Tür öffnen : Ziehen und Drücken :00008359:

  • Ich würde vermuten, da der Motor (Kühl-) Luft durch die oben erwähnten Öffnungen in der Haube erhielt, das ein "Spinner" diese zu sehr abgelenkt hätte!?

    Danke Ingo!:)


    Da scheint das Triebwerk aber ein rechter Heißsporn gewesen zu sein, denn unten gibt´s ja auch noch einen Kühllufteinlauf.^^


    Liebe Grüße

    Frank

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  • Bekanntermaßen nicht so im Thema Motorentechnik bewandert, hatte ich "Kühl" bewusst in Klammern gesetzt; wenn unten schon eine Wasserkühlung, wird's oben zB der Ansaugung oder sonstigem dienen....

    Muß ja auch irgendwo sein! :thumbsup:

    Wenn ich mal wieder ins Königliche ArmeeMuseum komme, werde ich nachsehen ; Da steht noch eine!

    Zwei Worte werden dir im Leben so manche Tür öffnen : Ziehen und Drücken :00008359:

  • hi Ingo :wikend01:

    gern geschehn und da ich so nen suuuuuuuuuuuuuper Flieger eh nicht hinbekommen hätte war's die richtige Entscheidung du is bei dir guut aufgehoben :yes::thumbsup::00000436:

    Gruß vom Roland aus Pernitz ;) /NÖ smilie_winke_020.gif


    Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern die ich ändern kann
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden


    ein gutes Wort verweilt vielleicht ein wenig, aber ein schlechtes geht nie wieder weg

  • Ich würde vermuten, da der Motor (Kühl-) Luft durch die oben erwähnten Öffnungen in der Haube erhielt, das ein "Spinner" diese zu sehr abgelenkt hätte!?

    Ich habe mich gerade ein wenig mit dem RR Merlin-Aggregat beschäftigt. Wie es scheint, saugt der Motor die Verbrennungsluft unten an. Über einen Steigstrom-Doppelvergaser wird diese dann im Radialkompressor verdichtet und noch oben zu den Einlasskanälen im inneren des Zylinder-V´s gepresst. Oberhalb des Reduktionsgetriebes für die Probellerwelle sitzen aber zwei als "Coolant Pipes", also Kühlmittelrohre, bezeichnete Stutzen. Wie es mir scheint erfolgt die Zuführung des Kühlmittels von den unter dem Motor gelegenen Kühlmittelpumpen nach oben zur Motorenfront. Das würde doch eher für Offnungen zur Verbesserung der Kühlwirkung sprechen, oder?:/


    Liebe Grüße

    Frank

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    Einmal editiert, zuletzt von Frank Wessels ()

  • Hier würde ich sagen, das der Kühler sichtbar ist:


    http://www.flugzeuginfo.net/ac…9_03_legermuseumbru13.jpg

    Die sah bei meinem letzten Besuch bereits deutlich gepflegter aus!




    Diese Battle mit "kürzer Verkleidung zeigt die "Steigleitung" (vor dem Kühler?) :


    https://www.asisbiz.com/il2/Fa…nce-May-1940-ebay-02.html


    Noch eins :


    https://www.asisbiz.com/il2/Fa…ance-1940-IWM-CH1121.html

    Zwei Worte werden dir im Leben so manche Tür öffnen : Ziehen und Drücken :00008359:

  • :thumbup:Sehe ich auch so Ingo!


    Es ist eindeutig alles unten angebracht: Ölkühler, Kühlmittel(Glycol)kühler und Lufteinlass. Das Druckdehnungsgefäß (Glycol Header Tank) sitzt jedoch, anders als etwa bei der Spitfire, wo es direkt hinter dem Propeller über dem Reduktionsgetriebe verbaut ist, bei der Fairey Battle hinter dem Motor vor der Feuerwand.:)


    Liebe Grüße

    Frank

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  • WoW Ingo den alten Kasten hast du prima gebaut, vor allem das Problem mit den Kokarden hast du prima gelöst:)

    ^^ LG PATRICK ^^
    Im Bau: Pegasus Nautilus in 1/144
    Rollout: Hatsune Miku Goodsmile Racing BMW Z4 und Ferrari F430 "Ika Musume"
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