Figuren Scuderia Ferrari 1000 km von Monza 1967 für Ferrari 330 P4 - 1/12

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  • Hallo Modellbaukollegen,


    wer jetzt liest "Ferrari 330 P4" und denkt "Hä? Hab ich was verpasst?", den kann ich beruhigen: nichts verpasst. Der Ferrari muss noch eine Weile warten, aber da ich nebenbei mal wieder Lust auf ein paar Figuren habe, dachte ich mir dass ich die schon mal baue und bemale.


    Mir schwebt eine kleine Szene vor wie sie sich im Training hätte abspielen können (wohlgemerkt "hätte können", ein genaues Abbild von Teamchef und einem der damals beteiligten Mechaniker als Figuren wäre etwas viel verlangt). Lorenzo Bandini sitzt am Steuer und diskutiert mit dem Teamchef, der vor der rechten Tür (in dem Fall Fahrerseite) kniet. Etwas dahinter der zweite Fahrer, Chris Amon, bereits behelmt und wartet darauf zu übernehmen. Als Vierter im Bunde noch ein Mechaniker, der etwas am Hinterrad überprüft.


    Für die beiden Fahrer will ich die Figuren von MFH verwenden, Teamchef und Mechaniker kommen aus dem nicht mehr erhältlichen Tamiya Set. Beim Seidel habe ich die beiden jeweils als Ersatzteil bekommen.


    Der Tamiya Teamchef sieht von der Optik eher wie ein knorriger Brite als wie ein Italiener aus. Aber wenn er eine schicke Lederjacke bekommt, geht das schon mal in die richtige Richtung. Eine Sonnenbrille käme auch gut, mal sehen ob ich das hinbekomme.


    04_20119.jpg


    Ob er die Mütze behält, weiß ich noch nicht. Gerade die wirkt irgendwie very British.


    Die Tamiya Figuren sind von 1974. Dafür sind sie gar nicht mal schlecht. Passungenauigkeiten hat man bei Kunststofffiguren wegen der Aufteilung grundsätzlich en masse, die Modellierung ist nicht schlecht, verlangt aber stellenweise etwas Nacharbeit. Die Hände sind so eine Problemzone. Die Finger der linken Hand haben eher etwas von Klauen als von Fingern, der Daumen sieht auch irgendwie gekürzt au:


    02_20122.jpg


    Die rechte Hand ist auch nicht viel besser, der Zeigefinger wird nach vorne merkwürdig klobig, außerdem sieht es so aus als würde dem armen Kerl ein verkümmerter Finger aus dem Zeigefinger wachsen.



    Da ist also etwas nachmodellieren, feilen und schleifen gefragt.

    Grüße


    Philipp



    "There´s a point at 7000 RPM...where everything fades. The machine becomes weightless. Just disappears. And all that´s left is a body moving through space and time. 7000 RPM - that´s were you meet it. You feel it coming. It creeps up on you, close in your ear. Asks you a question. The only question that matters: Who are you?"

  • Da bin ich ja mal gespannt drauf - mein Lotus kriegt ja grad keinen Fahrer - aber im Ferrari 312B sitzt J.Ickx und in 1:18 hab ich auch schon ein paar gemacht.

    Bin aber kein Spezialist für Figurenbemalung - drum interessierts mich wie du die Sache angehst.


    Ob er die Mütze behält, weiß ich noch nicht. Gerade die wirkt irgendwie very British.

    Ne, ne, laß mal. Mauro Forghieri hatte manchmal seltsame Kappen auf den Kopf - da passt die schon - wär auch brutal viel Aufwand die Kappe runter und dann Haare nachzuempfinden.


    LG

    pancha

  • Mauro Forghieri hatte manchmal seltsame Kappen auf den Kopf

    Meine mich auch an ein Bild aus der Boxengasse erinnern zu können, wo der Mauro `ne sehr seltsame Dole auf dem Kopf hatte!:D


    Liebe Grüße

    Frank

    "Racing is life anything that happens before or after is just waiting"

    Steve McQueen als Michael Delaney in "Le Mans"

  • Vielen Dank für euren Input, dann bleibt die "Haubn", wie der Bayer sagt. :thumbsup: Wobei sich das mit dem Aufwand schlimmer anhört als es ist. So eine normale Frisur modellieren ist halb so wild. Schwieriger wird´s bei irgendwelchen Flechtfrisuren, Zöpfen und Bärten.


    Frank, meinst du das Bild? :D


    http://humansideofracing.com/w…Lauda-Mauro-Forghieri.jpg


    Auich toll dass der Teamchef jetzt einen Namen hat. Dann wäre also eher Kassengestell als Sonnenbrille angesagt. ;)


    Pancha, der große Figurencrack bin ich auch nicht. Hab in der Vergangenheit einige bemalt, zur ersten Liga der Figurenmaler hat´s nie gereicht, aber als Beiwerk für Modelle passts. An Bildern früherer Machwerke hab ich auf die Schnelle den Purchen gefunden, war Maßstab 1/32 und für eine Me 262 gedacht.


    8149-310.jpg


    das-fl11.jpg


    das-fl10.jpg

    Grüße


    Philipp



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  • Ach ja, und unser Roli (Balrog) hat mir auch schon mal Modell gestanden. ;)


    http://www.modellversium.de/ga…alrog-games-workshop.html

    Grüße


    Philipp



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  • Das ist ein früher Versuch, aus der Tamiya Graham Hill Figur Jochen Rindt zu machen. Soll irgendwann mal im Lotus 49 Platz nehmen...


    jochenrindt1_12_015rk6j.png


    jochenrindt1_12_02b2k7m.png


    Also die Nase von der Figur ist definitiv Graham Hill und nicht Jochen Rindt ... da musst du noch mal ran! 8o:D


    Sorry.... habe irgendwie eben nen Clown verschluckt ... ;)

    "Etwas nicht tun zu können, heißt noch lange nicht, es nicht zu tun."


    Alf


    Off Topic in meinen BB ist OK!

  • Sieht toll aus, Mistral! Die Sponsorenaufnäher sehen wirklich wie Aufnäher aus! :thumbsup:

    Grüße


    Philipp



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  • An Bildern früherer Machwerke hab ich auf die Schnelle den Purchen gefunden, war Maßstab 1/32 und für eine Me 262 gedacht.

    Ich seh schon, du hasts drauf - der sieht schon mal gut aus.

    Wobei ich das Gefühl habe, daß, je größer der Masstab wird, desto schwieriger ists nen schönen Faltenwurf hinzukriegen.

    War jedenfall bei mir so, mit dem Faltenwurf vom Ickx in 1:12 war ich nicht so wirklich zufrieden - aber ich denk das hast du besser im Griff wie ich.


    LG

    pancha

  • Mit dem Faltenwurf liegst du richtig. Je größer die Figur, desto fließender sollte der Farbverlauf der Schatten und Lichter sein. Ich verwende deswegen sehr gerne Ölfarben, mit Acryl komme ich nicht wirklich klar.


    Andererseits hat eine größere Figur schon von Haus aus mehr Licht und Schatten als eine kleinere Figur, bei der man mit stärkeren Kontrasten vorgehen muss. Hat also beides Vor- und Nachteile.

    Grüße


    Philipp



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  • Mit dem knienden Teammanager war ich so gar nicht zufrieden. Die Mütze ist einfach zu britisch, auch hat die Frisur so gar nichts mit Mauro Forghieri zu tun. Mit der Ausgangsbasis wird es zwar nicht so nah am Original wie bei Ken Miles, aber es geht sicher noch besser! Also zur Säge gegriffen und die Figur sehr großzügig skalpiert. 8o



    Nicht fehlen darf die charakteristische Brille mit dem dicken Rahmen. Ich hatte mir wegen der Fülle an Teilen für Umbauten noch einen Tamiya Biker besorgt. Die Sonnenbrille liefert hier eine gute Grundlage:



    Die Öffnungen für die Brillengläser ausgefeilt und versäubert. Die Brillengläser will ich mit UV-Kleber darstellen.



    Um die Brille anzupassen, muss der Figur leider weitere Gewalt mit der Feile angetan werden. Der Nasenrücken ist nämlich echt dick.




    Die Brille nur lose aufgelegt, dafür passt es doch schon ganz ordentlich:


    Grüße


    Philipp



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  • Das ist das Schöne am Modellbau. Da kann man einem den Schädel aufmeisseln, wenn die Kopfbedeckung nicht gefällt.:thumbsup:

    Wenn der Plan nicht funktioniert, ändere ihn. Niemals jedoch dein Ziel.


    Off Topic ist ausdrücklich erwünscht.

  • Haha, das stimmt wohl, alles kleine Dr. Lecter, diese Figurenmodellbauer. :D


    Nachdem es mir heute schon wieder etwas besser geht und der Hals sich nur noch nach Bandschleifer und nicht mehr nach Kreissäge anfühlt, bekam der gute Mauro noch Ohren und Brillenbügel verpasst.


    Davor hatte ich bereits mit Milliput dem Kopf wieder eine Grundform verpasst. Brillenbügel aus Plastiksheet, Ohren spendierte der alternative Kopf ohne Helm vom Tamiya Biker. So kann ich den Kopf vollständig bemalen und das Brillengestell ganz am Schluss montieren.


    20200414.jpg


    20200415.jpg


    20200413.jpg


    20200416.jpg


    Alles noch im Rohbau, muss noch versäubert werden und die Übergänge Ohren/Kopf modelliert werden. Aber die Richtung finde ich schon mal nicht verkehrt. :)

    Grüße


    Philipp



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  • :hmmm: Philipp, das geht in die richtige Richtung:thumbup:, jedoch erscheinen mir die Ohren doch vergleichsweise groß, bin da aber unsicher.:/ Was meinen die Kollegen?


    Liebe Grüße

    Frank

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  • tja, da ich den Herrn nicht kenn kann ich nicht sagen wie groß oder klein nichts über seine Anatomie sagen :doof:

    Gruß vom Roland aus Pernitz ;) /NÖ smilie_winke_020.gif


    Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern die ich ändern kann
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden


    ein gutes Wort verweilt vielleicht ein wenig, aber ein schlechtes geht nie wieder weg


    off Topic ist in meinen BB's

    ERLAUBT

  • jedoch erscheinen mir die Ohren doch vergleichsweise groß, bin da aber unsicher.:/

    Die Ohren sind momentan tatsächlich noch sehr dominant. Die werden auf alle Fälle noch bearbeitet. Aber vorher muss ich noch die Haare modellieren, dann kann ich genauer beurteilen,wo noch wie viel weg muss. ;)

    Grüße


    Philipp



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  • Jetzt hat der gute Mauro auch endlich Haare aus Magic Sculp bekommen. Ein bißchen Feintuning fehlt noch, aber sieht schon mal gar nicht so übel aus. Links sieht man bei ihm auf den Fotos meist einen leichten Seitenscheitel, den habe ich versucht nachzubilden, ebenso wie die charakteristischen Geheimratsecken und die Koteletten. Die Ohren muss ich noch etwas bearbeiten, damit sie weniger prominent sind.



    dscn9126.jpg


    dscn9125.jpg


    Evtl. könnte man die Frisur obenrum noch etwas voluminöser gestalten, aber da bin ich mir noch nicht sicher. :/

    Grüße


    Philipp



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  • Danke, Karlheinz! Eigentlich tendierte ich auch dazu, es so zu lassen. Für einen älteren Forghieri würde die Frisur so sehr gut passen. Aber in seinen jüngeren Jahren hatte er eine recht "wuschelige" Frisur. Und 1967 war er gerade mal Anfang 30 (Jahrgang 1935).


    https://sfcriga.com/images/others/q0lk0an.jpg


    Daher hab ich doch nochmal an der Frisur Hand angelegt und für die Bilder mal die Brille provisorisch befestigt:




    Gefällt mir so noch etwas besser, nur die Dumbo-Ohren müssen noch bearbeitet werden. Es war klar, dass mit der Ausgangsbasis nicht die Ähnlichkeit wie bei Miles zu erzielen ist. Aber für eine fast ein halbes Jahrhundert alte Tamiya Figur eines britischen Teammanagers bin ich mit dem Ergebnis eigentlich ganz zufrieden. Man ahnt zumindest, wen die Figur darstellen soll, spätestens wenn er die rote Jacke bekommt und neben Bandini im 330 P4 kniet.. ;)

    Grüße


    Philipp



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