FAQ zu Alclad II (Chrom und Aluminium)

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  • Hallo Freunde,


    ich habe mal eine Liste der meistgestellten Fragen zum Thema Chrom mit Alclad zusammengestellt, alles Tipps von Profis.
    Ich schreibe sie mal hier rein, vielleicht ist ja für den einen oder anderen ein hilfreicher Tipp dabei. Gutes Gelingen!


    FAQ zu Alclad II


    Muß man eine Grundierung verwenden?
    Ja


    Für Normaltöne:
    am Besten Tamiya Primer / Mr. Surfacer 1000 / etc. (grau oder weiß)


    Für Hochglänzend:
    Für poliertes Aluminium eine Grundierung mit schwarzer Hochglanz Acrylfarbe (Tamiya X1)
    Für Chrom eine Grundierung mit schwarzer Hochglanz ENAMEL Farbe oder Alclad Grundierung Schwarz glänzend


    Warum braucht man eine Grundierung?
    Bei Normaltönen:
    Die Acrylgrundierung schützt das Plastik vor den Lösungsmitteln. Häufig gibt es mikroskopisch kleine Risse, durch welche die Lösungsmittel den Kunststoff angreifen können und dadurch später Risse im Lackbild verursachen.


    Chrom / poliertes Aluminium:
    Hohen Glanz erreicht man am Besten mit der Hochglanzfarbe Schwarz, da diese mehr Tiefe gibt. Das Chrom produziert nur einen robusten Chromglanz über einer dunklen GlanzENAMELfarbe. Hoch poliertes Aluminium ergibt das beste Ergebnis, wenn es auf polierter schwarzer Acrylautofarbe oder Modellacrylfarbe, z.B. Tamiya verwendet wird.


    Kann Alclad II mit dem Pinsel verwendet werden?
    Nein


    Wie spritzt man es?
    Spritzdruck ca. 1 - 1,4 bar, man sollte eine kleine Düse mit 0,2 oder 0,25mm verwenden und im Abstand von ca. 40 - 50cm, in hauchdünnen Schichten aufbauend zum Modell sprühen. Wichtig, immer zwischentrockenen lassen, nicht Nass in Nass sprühen. Nach kompletter Durchtrocknung kann man zum Schutz 2 – 3 Schichten mit farbloser Farbe auf Wasserbasis auftragen.


    Womit reinigt man die Airbrush?
    Am Besten eignet sich Nitroverdünner, ich persönlich verwende den Airbrush Cleaner von REVELL, der greift die Dichtungen nicht so stark an wie Nitro.


    Muss man Alclad II verdünnen?
    Nein, versucht es nicht, es verdirbt das Gleichgewicht der Inhaltstoffe.


    Wie schnell ist es trocken?
    Fast sofort, da ja nur wenig Farbe und viel Luft im Spiel ist.


    Kann man auf Alclad II abdecken?
    Ja, etwa 10 Minuten nach dem Sprühen, Am Besten eignet sich das Abdeckband von Tamiya.


    Muss Alclad II versiegelt werden (Schutzlack)?
    Nein nicht zwingend


    Darf Decalweichmacher darauf angewendet werden?
    Bei Chrom und poliertem Aluminium - NEIN
    Bei den anderen Tönen - JA


    Muss man Chrom und hoch poliertes Aluminium anschließend polieren?
    Nein, die Grundierung muss glänzend sein, Je besser die Basis glänzt, umso glänzender wird das Resultat, das Alclad II macht den Rest.


    Kann man es polieren?
    Die anderen Töne können mit Hilfe des Micromesh oder mit Polierpaste poliert werden.


    Kann man es übermalen?
    Bei Chrom und poliertem Aluminium ist es nicht ratsam. Alle anderen Töne können mit Acrylic oder Enamelfarbe übermalt werden.


    Geht das Chrom bei Berührung weg?
    Nein, aber man sieht die Fingerabdrücke


    Kann man Alclad II miteinander mischen?
    Ja, ausgenommen Chrom und poliertes Aluminium. Die anderen Töne können auch mit kleinen Mengen Enamel oder AutoAcrylics-Farben, in Mengen die zum sofortigen Gebrauch bestimmt sind abgetönt werden.


    Wie lange ist Alclad II haltbar?
    4-6 Jahre, sofern der Deckel richtig verschlossen ist.


    Ist Alclad II mit den alten Alclad kompatibel?
    Nein


    Wie weit reicht Alclad II?
    1 Flasche ist mehr als genug für eine 1/48 B-17 z.B.


    Kann man Aluminiumpulfer zum Polieren verwenden - "buffing"?
    Nein


    Was ist das Geheimnis, ein gutes Ergebnis zu bekommen?
    Den Primer sauber in 1 - 2 dünnen Schichten auf das Modell sprühen. Zeit nehmen um Fehler wie Kratzer etc. aufzuspüren und zu beheben. Wenn man leichte Kratzer oder Unebenheiten findet, sollten diese mit 1000er Schleifpapier nass weggeschliffen werden. Wenn es Tropfen oder andere Makel auf dem Modell gibt, nochmals mit dem Primer darüber sprühen und anschließend schleifen. Dann nochmals grundieren.
    Wenn man verchromen will, vergewissern, dass das Schwarz hochglänzend ist und dass keine Fingerabrücke und Staubkörner auf der Fläche sind, diese würden sonst nach der Behandlung mit Alclad II sichtbar werden.


    GRUNDSATZ!
    Je besser der Untergrund, umso besser das Ergebnis! Üben Üben Üben! :thumbsup:

  • Zum größten Teil entspricht das auch meiner Erfahrung. Was ich nicht bestätigen kann, ist das Abkleben nach x min, es haftet ein großer Teil am Klebeband, auch nach längerer Zeit. Ebenfalls ist die Oberfläche alles andere als Grifffest, vor allem bei den High Shine Tönen. Bei Teilen, die durch die Einbaulage gut geschützt sind und die nicht weiter behandelt werden müssen, kann man auf Versiegeln verzichten, bei Teilen die man öfter angreift ist das aber ein muss. Zum Versiegel ohne Verlust des Metalleffektes eignet sich aus meiner Erfahrung heraus ausschließlich das zum Alclad 2 gehörende Aquagloss. Es enthält keine flüchtigen Lösungsmittel, sondern nur Wasser und lässt die Metallschicht völlig unberührt. Ob Revells farblose Aquas auch funktionieren, hab ich noch nicht getestet, alles was Alkohol enthält funktioniert aber ebenfalls nicht. Ein weiteres Problem ist die unterschiedliche Zusammensetzung der verschiedenen Alclad2 Farben. Zwar wird erwähnt, das wiederum die High Shine Töne mit den matten Tönen nicht mischbar sind, aber es gibt auch Probleme mit Grundierungen. Eine wirklich gute Grundierung für High Shine Töne ist Revell Enamel schwarz glänzend. Allerdings nur dafür. Die matten Töne sowie auch die prismatischen Farben zerstören diesen Untergrund in Sekunden. Dort muss die Black Gloss Base von Alclad verwendet werden, die ich persönlich nicht so schön glänzend finde, wie aber Chrom das eigentlich braucht. Andere Farben mögen möglich sein, hab ich nicht getestet. Das Polieren der schwarzen Grundierung hat bei mir, egal wie sorgfältig ich gearbeitet habe, nie den Glanz gebracht, wie eine mit dem wirklich hochglänzenen Emailschwarz von RevelL grundierten Fläche. Hier ist wirklich Übung der entscheidende Faktor für das Gelingen in einem Schuß. Der Glanz beim Chrom kommt immer von der Grundierung. Beim Aufbau der Chromschicht ist es dann von größter Wichtigkeit, dass keine nassen Schichten aufgetragen werden, die werden prinzipiell fleckig und stumpf. Wenig Druck, 0,5 bar reichen völlig, und so um die 50mm Abstand funktionieren sehr gut. Ich arbeite mit einer 0,2er Düse an der Evo, ältere Farbe sollte man durch ein Lacksieb filtern, um berets verklumpte Metallpartikel herauszuholen, dann verstopft da auch nichts.


    Das also sind als Ergänzung zu Erichs FAQ meine persönlichen Erfahrungen der letzten 3 Jahre, in denen ich mit diesen Farben sehr intensiv gearbeitet habe. Im übrigen hab ich die gesamte Produktpalette schon durch und stehe bei Fragen gerne zur Verfügung.


    Grüße


    FLOYD

    Es grüßt Floyd ( im realen Leben Heiko ) vom Sachsenring (Hohenstein-Ernstthal) :halm:

  • Danke auch von mir, tolle Sache und grad für totale Anfänger wie mich, was Alclad angeht, ein schöner Beitrag zum nachlesen :thumbup:

    :sleeping: In der Ruhe liegt die Kraft, also hab ich die meiste Kraft, wenn ich nichts damit anfangen kann.. im Schlaf :sleeping:


    Es grüßt der Tom aus der Eifel :)

  • Danke euch und gute Idee, da die Alclads ne Wissenschaft für sich sind !
    Heiko du hast mal ein Einsatz (Filter) für die Airbrush erwähnt ,kannst du mir nochmals sagen was das genau ist ?!

  • Hallo Karlheinz, das sind Lackfilter/-siebe , aus denen ich die Filtergaze heraustrenne: http://www.google.de/imgres?im…0&ndsp=18&ved=0CCcQrQMwAg


    Vielleicht gibts die gaze auch irgendwo von der Rolle, ich bin aber erstmal mit den Filtern versorgt.


    Grüße


    HH

    Es grüßt Floyd ( im realen Leben Heiko ) vom Sachsenring (Hohenstein-Ernstthal) :halm:

  • Sieht super aus, genau das richtige Einsatzgebiet für Alclad, vor allem weil die Strukturen komplett vorhanden bleiben.

  • Wie schaffst du das bloß ohne abzukleben so toll zu lackieren 8|:thumbsup:

    Gruß vom Roland aus Pernitz ;) /NÖ smilie_winke_020.gif


    Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern die ich ändern kann
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden


    ein gutes Wort verweilt vielleicht ein wenig, aber ein schlechtes geht nie wieder weg

  • ..das ist aber eine alte verchromer-regel und kein neumodisches zeugs - die sagten immer, das chrom wird nur so gut, wie die oberfläche war, die man verchromt hat -
    weil die leute ja immer glauben, bring deinen verlotterten autospiegel und stoßstange und der knallt fett chrom drauf und dann ist es schön... ;(

  • Hallo Floyd,


    kannst du was zu den Trocknungszeiten von diesem Alclad II Aquagloss sagen?


    Möchte das nehmlich beim nächsten Projekt zum Einsatz bringen. Denn nachdem ich deinen Beitrag hier gelesen habe, habe ich mal die ersten Bilder von Chromteilen von meinem MP4/4 begutachtet und dann dagegen den jetzigen Zustand und ich muß sagen der Chromeeffekt geht wirklich verloren wenn man die Teile öffter in der Hand hat.


    Gruß
    Martin

    "Being second is to be the first of the ones who lose." - Ayrton Senna

  • Das ist immer die Frage welche Teile man verchromt. Sind es Teile die ich nicht mehr berühre, dann versiegle ich sie nicht. Wenn ich allerdings Teile verchromte die ich berühre, dann sollten sie unbedingt versiegelt werden, denn die Fingertapser kriege ich dann mit einem weichen Baumwolltuch wieder weg. Direkt auf dem Alclad leidet der Glanz darunter, da gebe ich dir recht.


    Trocknungszeiten sind sehr schnell, da ja nur 2-3 hauchdünne Schichten aufgetragen werden und die Farbe sehr schnell trocknet. Ich persönlich lasse sie aber trotzdem über Nacht trocknen und bearbeite sie erst am nächsten Tag weiter. Ich gehe da immer auf Nummer sicher.

  • Das ist immer die Frage welche Teile man verchromt. Sind es Teile die ich nicht mehr berühre, dann versiegle ich sie nicht. Wenn ich allerdings Teile verchromte die ich berühre, dann sollten sie unbedingt versiegelt werden, denn die Fingertapser kriege ich dann mit einem weichen Baumwolltuch wieder weg. Direkt auf dem Alclad leidet der Glanz darunter, da gebe ich dir recht.


    Trocknungszeiten sind sehr schnell, da ja nur 2-3 hauchdünne Schichten aufgetragen werden und die Farbe sehr schnell trocknet. Ich persönlich lasse sie aber trotzdem über Nacht trocknen und bearbeite sie erst am nächsten Tag weiter. Ich gehe da immer auf Nummer sicher.

    mit welchem Klarlack gehst du darüber ????? Gruß Frank

  • Der einzige Klarlack der auf den Hochglanztönen von Alclad 2 funktioniert, ohne den Metalleffekt zuzerstören, ist Auquagloss. Die Acryllösung löst die Oberfläche nicht an, weil wasserbasierend. Future könnte auch funktionieren, da es ähnlich zusammengesetzt ist. Alle anderen Klarlacke enthalten Lösungsmittel, die die Metallschicht anlöst und dadurch geht der Effekt teilweisekomplett zum Teufel und es bleibt mattes Aluminium übrig.

    Es grüßt Floyd ( im realen Leben Heiko ) vom Sachsenring (Hohenstein-Ernstthal) :halm:

  • Danke für die Schnelle Antwort also nur die ALCLAD Klarlacke, dann muss ich aber wenn ich den Rest vom Flieger versiegele, das mach ich immer mit " Mr Super Clear " von " Mr Hobby " die mit ALCLAD versiegelten Flächen abkleben ??? Ist das richtig! Gruß Frank

  • Hhm, warum eigentlich noch einen 2ten Klarlack. Ich geh mal davon aus, dass Du hochglänzendes Metall darstellen willst. Dann wäre der Rest doch auch glänzend?! Auf eine wasserbasierdende Acryllösung mit Laquerfarben draufzugehen wird problematisch. Dann vielleicht mit 2K Produkten, das könnte eher funktionieren. Die Laquerklarlacke von Alclad sind auch nicht zum Versiegeln der hochglänzenden Metalle geeignet, die haben den selben Effekt wie alle lösungsmittelhaltigen Versiegelungen.

    Es grüßt Floyd ( im realen Leben Heiko ) vom Sachsenring (Hohenstein-Ernstthal) :halm:

  • Hhm, warum eigentlich noch einen 2ten Klarlack. Ich geh mal davon aus, dass Du hochglänzendes Metall darstellen willst. Dann wäre der Rest doch auch glänzend?! Auf eine wasserbasierdende Acryllösung mit Laquerfarben draufzugehen wird problematisch. Dann vielleicht mit 2K Produkten, das könnte eher funktionieren. Die Laquerklarlacke von Alclad sind auch nicht zum Versiegeln der hochglänzenden Metalle geeignet, die haben den selben Effekt wie alle lösungsmittelhaltigen Versiegelungen.

    Ähhh steh in Moment aufm Schlauch ,ich meinte ,zuerst wird der Flieger Lackiert und den mit Mr Hobby Klarlack Matt versiegelt und denn Decals drauf noch mal mit Mr Hobby Klarlack Matt versiegelt,denn die Auspüffe mit ALCLAD lackiert und denn nur die ALCLAD Farbe mit ALCLAD Matt oder Seidenmatt versiegelt und denn vielleicht etwas gealtert und denn nochmal mit etwas Mr Hobby Klarlack Matt und mit ALCLAD Matt oder Seidenmatt ,aber denn nur auf die mit Alclad lackierten Teile ,weißt du jetzt was ich meine ?? Gruß Frank

  • Also dann ganz anders. Offensichtlich brauchst Du dann gar kein spiegelblankes Alu , Edelstahl oder Chrom. Die Standard Metalltöne brauchen keine Versiegelung wegen Griffestigkeit. Dort bekommst Du je nach Farbton eine seidenmatte Oberfläche. Falls es doch zu sehr glänzt sind die matten und semi matten Klarlacke von Alclad richtig, den Mr.Hobby ( Aqueous!) kannst Du auch verwenden. Die ganze Verchrom Geschichte ist dann hier kein Thema, außer vielleicht für Hydraulikzylinder und ähnliches.

    Es grüßt Floyd ( im realen Leben Heiko ) vom Sachsenring (Hohenstein-Ernstthal) :halm:

  • Alles Klar so ist es gemeint bei Fliegern wäre glaube ich das Einzigste Hochglänzende Hydraulikzylinder am Fahrwerk z.b.Danke dir Gruss Frank

  • Der einzige Klarlack der auf den Hochglanztönen von Alclad 2 funktioniert, ohne den Metalleffekt zuzerstören, ist Auquagloss. Die Acryllösung löst die Oberfläche nicht an, weil wasserbasierend. Future könnte auch funktionieren, da es ähnlich zusammengesetzt ist. Alle anderen Klarlacke enthalten Lösungsmittel, die die Metallschicht anlöst und dadurch geht der Effekt teilweisekomplett zum Teufel und es bleibt mattes Aluminium übrig.


    Ich habe schon mal Future probiert und finde es einen Zacken besser, da es etwas "klarer" auftrocknet als AquaGloss. Hängt aber vom jeweiligen Teil ab.


    LG
    Michael

  • Future ist ja auch nur eine deutlich dünnere Variante einer Acryllösung. Damit erklärt sich auch das klarere Aussehen . Als Klarlack würde ich es aber nicht sehen,eher als Versiegelung. Ich würde auch von Fall zu Fall das eine oder andere einsetzen, Michael.

    Es grüßt Floyd ( im realen Leben Heiko ) vom Sachsenring (Hohenstein-Ernstthal) :halm:

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