Hartes Edelstahl - aufbohren der Bohrung macht Probleme!

  • Hallo Liebe Gemeinde,



    ich hoffe ich bin hier richtig, denn ich benötige einmal euren fachmänsichen Rat?



    Ich habe mir ein paar Überbrückungsstücke aus Edelstahl bestellt (in der Kategorie Distanzhülsen) jedoch steht bei den Hülsen als Material Edelstahl V2a.


    Diese habe ich nun erhalten und muss die Innenbohrung von 6.4 mm auf 7 mm Aufbohren.



    Nachdem ich das Stück in der Drehmaschine gepannt hatte und die schmale Wandung ausbohren wollte, brechen direkt die Flanken des Bohrer ab?


    Kann das am Material liegen oder am Bohrer.



    Würde mich über eine Antwort freuen.



    Viele Grüsse



    Mike

  • Im Vergleich zu Automatenstahl lässt sich V2A zwar schlechter Zerspanen, sollte aber trotzdem problemlos möglich sein .
    Für mich wären aber die 0,3 mm (pro Seite), also 3 Zehntel was du dem Bohrer da an Futter zum aufbohren anbietest zu wenig, denke aber das ist so vorgeben .
    Mein Tipp wäre es mit einem 7 mm Fräser "aufzubohren" und gut schmieren (Schneidöl)
    Oder wieder mit Bohrer (HSS,Gut anschleifen, wenig Freiwinkel)wenig Vorschub viel Öl und nochmals versuchen.
    Denke die Bohrung ist nicht unterbrochen (Keine Querbohrung).
    Und V2A ist nicht härtebar .
    Noch was vergessen .
    Wie groß ist der Außendurchmesser der Hülse ?

    Heute schon gelacht ?
    Gruß Karlheinz :D


    Alle von mir gemachten Bilder stehen unter CC0

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  • Würde ich als "alter Dreher" auch so sehen....

    Kleine Drehzahl, reichlich Schneidöl und ganz langsamen (von Hand!?) Vorschub!

    Wenn die Wandstärke beim Bohren zu dünn wird, könnte es sein, das der Druck des Futters die Büchse auf dem Bohrer klemmen lässt! Das könnte für's reißen verantwortlich sein...

    Zwei Worte werden dir im Leben so manche Tür öffnen : Ziehen und Drücken :00008359: