The sound of silence

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  • Hallo Zusammen


    Ich möchte hier mal wieder einen BB zu einem Diorama beginnen.


    Die Idee:


    Das Diorama soll später mal eine kleine Kirche im WWII zeigen, die von einem Bomben oder Artillerietreffer teils zerstört ist. Der Kirchturm und ein Teil des Kirchenschiffes soll aber noch stehen und mehr oder weniger intakt sein. Halb in der Ruine stehend kommt ein deutsches Sd.Kfz.7/1, das dort stationiert ist oder kurz Schutz sucht. Die Besatzung hat beim inspizieren der Kirche eine Geige und eine Mundharmonika gefunden. Sie nutzen den stillen Moment um einem gefallenen Kollegen oder vielleicht auch Familie die letzte Ehre zu erweisen.
    Das Diorama hat kein Vorbildfoto und spielt auch an keinem bestimmten Ort. Es ist eine Szene wie sie hätte sein können und wer weiss, vielleicht gab es sie ja auch.


    Die Materialien:

    Als Bausatz kommt Dragons Bausatz Sd.Kfz.7/1 mit dem 2cm Flakvierling 38 zum Einsatz


    P1100833verkleinert.jpg


    Dazu gibt es noch allerlei Zubehör:
    Geschützrohre von Schatton
    2 Sets mit Äzteilen von Voyagermodels (einmal für das Sd. Kfz und einmal für den Flakvierling)
    Metallketten von Friulmodel


    P1100837verkleinert.jpg


    Die Figuren sind allesamt Resinfiguren
    Lili Marleen von Bravo 6
    Wehrmacht 20mm Flak loader von New World miniatures
    German Citroen Driver von Royal Model


    P1100840verkleinert.jpg


    Als Ausstattung der Kirche gibt es Heiligenfiguren von Reality in Scale und später sollen noch Bleiglasfenster von RT-Diorama folgen


    P1100843verkleinert.jpg


    Die Kirche wird hauptsächlich aus Styrodur von Imthurn aufgebaut werden und wahrscheinlich auch noch etwas Holz


    Planung:

    Angefangen habe ich mit der Planung. Dazu musste ich erst eine Kirche finden die ich als Vorbild nehmen konnte. Dies war gar nicht so einfach, denn die meisten Kirchen werden im Massstab 1:35 schlicht und einfach zu gross. Letztendlich habe ich die Kirche von Hove in Norwegen ausgewählt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kirche_von_Hove
    Sie dient als Vorbild was die Masse angeht. Allerdings werde ich sie auch noch etwas abändern, vor allem das Kirchenschiff soll grössere Fenster und ein anderes Innenleben erhalten. Auch wird sie voraussichtlich aus Sandstein und nicht aus Granit und Speckstein aufgebaut werden. Dieser kann mann schöner altern und es braucht weniger fugen.


    Das Diorama:

    Die Grundplatte des Dioramas ist ein Bilderrahmen mit den Massen 30x40 cm. Der Kirchturm wird stattliche 45 cm hoch werden, was in der Realität einer höhe von ca. 15 Metern entspricht. Die Masse habe ich von Fotos genommen, die ich probiert habe einigermassen auszumessen und umzurechnen...


    Als erstes habe ich Pläne bzw. Skizzen im Massstab angefertigt:


    P1100846verkleinert.jpg


    Mit dem Grundriss und dem Fahrzeug habe ich mal so etwa die Positionen auf der Grundplatte ausgelegt


    P1100844verkleinert.jpg


    Wie weit hinten die Kirche zerstört ist, habe ich noch nicht festgelegt, sie ist dementsprechend auch noch zu lang auf dem Foto.


    Als nächstes werde ich dann mal mit dem Sd.Kfz beginnen und parallel ein par versuche mit dem Styrodur starten.


    Ich hoffe es finden sich ein par Zuschauer bei diesem Projekt ;)


    Bei Fragen und Anregungen wie immer einfach melden :thumbsup:


    LG Jonathan



    "Man muss nicht verrückt sein um hier zu arbeiten.
    Aber es hilft ungemein."

    Grüsse aus der Schweiz
    Jonathan

  • @Agent K
    Dass weiss ich noch nicht so genau, aber es wird schon eine weile dauern ;) Also ein Jahr schätze ich mal. Mal schauen. Es ist das erste mal dass ich ein solch grosses Gebäde ganz selber baue.

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    Grüsse aus der Schweiz
    Jonathan

  • @Sam Eagle
    Diese Technik kannte ich noch nicht, werd ich mir sicher merken :thumbup: Allerdings bin ich mir noch nicht so sicher aus welchem Material ich die Schindeln machen werde

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    Grüsse aus der Schweiz
    Jonathan

  • Angefangen habe ich beim Sd.Kfz mit dem Fahrgestell.


    P1100851verkleinert.jpg


    Der Rahmen, wie er aus der Box kommt


    P1100854verkleinert.jpg


    P1100852verkleinert.jpg


    Nun mit Blattfedern, Auspuff und Halterung der Zahnräder der Kette sowie Lenkgestänge.


    P1100855verkleinert.jpg


    Damit es einfacher ist zum Lackieren, habe ich noch nicht alles verklebt.


    Bisher passt alles Dragon gewohnt gut und die Gussqualität ist erste Klasse. Das einzig schade ist ein bisschen dass man die Räder nur gerade darstellen kann. Auch die Kette kann aufgrund der Bausatzkonstruktion keinen Ecken drinnhaben. Das macht es ein bisschen schwierig das Sd.Kfz dem Gelände des Dios anzupassen. Vielleicht baue ich noch etwas um, dass ich wenigstens die Räder eingelenkt darstellen kann.


    LG und einen schönen Abend noch
    Jonathan

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    Grüsse aus der Schweiz
    Jonathan

    Einmal editiert, zuletzt von Chlueterer ()

  • Ein Jahr ui denke da wirst du ganz schön Gummi geben...... müssen .
    Gibt ja auch fertige Kirchen zum kaufen, denke aber du willst das Gotteshaus selber stricken .

    Das Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt wenn man es teilt .
    Gruß Karlheinz :D


    Alle von mir gemachten Bilder stehen unter CC0  88x31.png

  • @Agent K
    Ja, richtig die habe ich auch schon gesehen. Allerdings möchte ich so viel wie es geht selber bauen. Und was die Zeit angeht könnte es auch sein dass ich mich völlig verschätzt habe... mal schauen.

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    Grüsse aus der Schweiz
    Jonathan

  • Falls du mal Infos bezüglich Kirchenschiffe brauchst, kannst du mich ruhig fragen.


    Dank dir Michael, werde ich machen :thumbup:


    Soo weiter geht es mit dem Rahmen und dem Motor:


    P1100859verkleinert.jpg


    Erst einmal die Aufhängung der Räder abgeändert, so dass ich das Sd.Kfz eingelenkt darstellen kann. Ich weiss, es ist mit der Lenkstange nicht korrekt, aber die sieht später eh keiner mehr, weshalb ich mir die Mühe spare, auch diese zu korrigieren.


    P1100862verkleinert.jpg


    P1100864verkleinert.jpg


    Der Maybach 62 Motor, mit dem Kühl-ventilator von Voyager Models. Ich selbst habe auf einer Seite noch ein par Leitungen mit Draht ergänzt.


    Des Weiteren wurde der Tank, zwei kleine Druckbehälter (noch nicht fertig) und die Seilwinde mit Ätzteilen bestückt.


    P1100867verkleinert.jpg


    P1100869verkleinert.jpg


    P1100873verkleinert.jpg


    P1100871verkleinert.jpg


    P1100872verkleinert.jpg


    Ich werde am Rahmen keine Leitungen oder ähnliches nachdetaillierten, da man später sowieso nichts mehr davon sieht. Das einzige was kommt ist ein Seil an der Winde, aber auch nur am ende, wo es aus der hinteren Abschlussplatte des Rahmens hinausragt. Dragon hat hier nichts beiliegen, weshalb ich auf etwas anderes zurückgreifen muss.


    Weiter geht es dann mit den Laufrollen und einigen kleinen Details am Rahmen, bevor dieser dann bereit zum lackieren ist. Auch hoffe ich dieses Wochenende mit einigen Versuchen mit dem Styrodur beginnen kann.

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    Grüsse aus der Schweiz
    Jonathan

  • Nachdem das Fahrgestell soweit fertig und bereit zum lackieren ist (Fotos folgen diese Tage), habe ich mal probiert alten, verwitterten Sandstein mit Styrodur darzustellen. Ich würde sagen, für einen ersten Versuch ist es ganz gut gelungen.


    8CCD7FC8-F2F1-46E3-8881-86821245CE63.jpeg


    Was meint ihr dazu?

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    Grüsse aus der Schweiz
    Jonathan

  • Hi Jonathan


    Sieht gut aus. Eine Frage noch: Sind das Einschusslöcher? Wenn ja, super geil. Wenn nein, würde ich bei verwitterten Sandstein nicht zu grob arbeiten. Sandstein ist zwar extrem anfällig auf Witterung (kommt jetzt wieder auf die Herkunft an; südbadischer ist robuster als der aus Mannersdorf, den man für den Stephansdom in Wien nutzte) sieht aber nie so extrem verwittert aus. ich versuche mal in meinem Bildarchiv was zu finden. Kann es dir ja dann zukommen lassen!


    LG
    Michael

  • Nei, es sollten keine Einschusslöcher sein, auch wenn sicher ein paar kommen werden. Aber du hast sicher recht, dass er. icht so extrem
    verwittert war. Ich wollte einfach mal versuche. ob es funktioniert ;)
    Und wenn du Bilder hast, immer nur her damit :)


    LG Jonathan

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    Grüsse aus der Schweiz
    Jonathan

  • aaaalso, da es ja wohl ne Ruine is, is natürlich auch die Frage warum, könnten's natürlich keine Einschusslöcher sondern Löcher von Schrapnellen oder von Teilen beim Einsturz sein :huh: Auf jeden Fall tolle Arbeit :thumbsup::00000436:

    Gruß vom Roland aus Pernitz ;) /NÖ smilie_winke_020.gif


    Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern die ich ändern kann
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden


    ein gutes Wort verweilt vielleicht ein wenig, aber ein schlechtes geht nie wieder weg

  • Soo nun noch die Bilder vom Rahmen und Laufrollen


    P1100878verkleinert.jpg


    P1100881verkleinert.jpg


    Aus Neugierde mal auf einer Seite alle Räder und Rollen aufgezogen:


    P1100886verkleinert.jpg


    P1100887verkleinert.jpg


    Dann habe ich mal eine Mauer Versuch 2&3 gemacht. Diese beiden Versuche gefallen mir schon deutlich besser. Der erste war mir zu flach.


    P1100893verkleinert.jpg


    P1100901verkleinert.jpg


    Aller drei im Überblick


    P1100895verkleinert.jpg


    P1100903verkleinert.jpg


    Der zweite Versuch, der mir bisher am besten gefällt


    P1100904verkleinert.jpg


    Und noch der dritte, der dem zweiten sehr ähnlich sieht


    P1100905verkleinert.jpgP1100903verkleinert.jpg


    Und zum Vergleich mal der erste und der zweite Versuch von nahem


    Falls Interesse besteht, kann ich gerne auch mal ein bisschen näher erläutern wie ich das Styrodur bearbeite.


    Wie immer, wenn Fragen oder Anregungen vorhanden sind, immer her damit :)

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    Grüsse aus der Schweiz
    Jonathan

  • Danke dir Dominik :)
    Ja das Material ist super zu bearbeiten. Bisher ist alles eigenregie, ich habe die DVD aber hier liegen und fest vor, demnächst mal hineinzuschauen.
    LG Jonathan

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    Jonathan

  • Soo dann mal etwas näher wie ich das Styrodur bearbeite.


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    Erst einmal mein Vorrat von Styrodurplatten, wie ich sie gekauft hatte in den verschiedensten Dicken. Die Platten haben eine Grösse von 29x20cm und eine Dicke zwischen 1mm und 6mm.


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    Um das Styrodur zu schneiden, empfiehlt es sich ein möglichst dünnes Messer zu verwenden, ich verwende einen Cutter. Diesen leicht erhitzen, dann lässt sich das Styrodur viel leichter schneiden. Mann kann natürlich auch eine Styroporschneide mit einem heissen Draht verwenden, aber da ich nicht im Besitz einer solchen bin, behelfe ich mir mit einer Kerze und dem Cutter. Mann muss aber darauf achten, dass das Messer nicht allzu heiss ist, denn sonst hat mann ganz schnell kein Styrodur mehr in der Nähe des Messers.


    P1100910verkleinert.jpg


    Sowas kann passieren, wenn mann das Messer nicht erhitzt.


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    Als nächstes wird das zu bearbeitende Stück geschliffen, ich verwende Schleifpapier der Körnung 240. Vielleicht muss ich zukünftig noch feiner werden, mal schauen wie es nach dem Lackieren wirkt. (Oben ungeschliffen, Unten geschliffen)


    P1100918verkleinert.jpg


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    Zum Ritzen verwende ich ein Werkzeug vom Zahnarzt, keine Ahnung wie das heisst ?( . Um an ein solches Werkzeug zu bekommen, einfach mal beim nächsten Zahnarztbesuch fragen. Meiner hat immer ein par gebrauchte mit abgebrochener Spitze o.ä. Ich ritze nicht mit der Spitze, sondern drehe das Werkzeug um und arbeite mit der Rückseite der Spitze.


    P1100922verkleinert.jpg


    Vorsitzen der einzelnen Steine.


    P1100924verkleinert.jpg


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    Dann ebenfalls mit der abgerundeten Seite, alle vier Seiten der Steine abflachen. Dies bringt Tiefe in die Wand und Sandsteine sind öfters in dieser Form bearbeitet.


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    Fertig abgeflacht.


    P1100933verkleinert.jpg


    Nun ein Schleifpapier der Körnung 120 oder grober, hier eines mit 60 verwendet, auf das Styrodur legen und von hinten mit etwas darüber drücken. Dies gibt eine sehr schöne Struktur. Gleichzeitig werden die Steine durch das Darüberstreichen etwas abgerundeter und gleichmässiger.


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    Um in die abgesenkten Stellen zu kommen, habe ich ein kleines stück Schleifpapier an eine Zündholz geklebt. Damit kann mann die Struktur auch an die vertiefen Stellen anbringen.


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    Als nächstes mit der Spitze ein par tiefere Löchlein in die Struktur bringen, das bringt Abwechslung.


    P1100943verkleinert.jpg


    P1100946verkleinert.jpg


    Wenn die Fugen aufreissen, mit etwas Spachtel füllen und glattstreichen.


    P1100948verkleinert.jpg


    Dazu verwende ich den Feinspachtel von Vallejo


    P1100956verkleinert.jpg


    Dann mit etwas spitzem ein par grobe Abbrüche an den Ecken und Kanten der einzelnen Steine anbringen und eindrücken.


    P1100960verkleinert.jpg


    Zum Schluss noch mit dem Schleifpapierzündholz nochmals ein par Unregelmässigkeiten angebracht.
    So sieht etwa ein fertiges Wandstück aus. Diesmal sind die Steine für den Massstab 1:35 etwas zu gross geworden, das nächste Mal mache ich sie wieder kleiner.


    Ich hoffe es ist verständlich ;) und sonst einfach fragen.
    LG Jonathan

    "Man muss nicht verrückt sein um hier zu arbeiten.
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    Grüsse aus der Schweiz
    Jonathan

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