Scratchnachbau der Anlagenteile für meine Tourfahrzeuge

Ihr Zugriff auf dieses Thema wurde eingeschränkt. Insgesamt gibt es 144 Beiträge in diesem Thema.
Um sie alle lesen zu können müssen Sie sich vorher anmelden oder registrieren oder freischalten lassen.

  • Hallo Modellkollegen,
    auf Grund der enthusiastischen Begrüßung mit dem Wunsch nach mehr Futter habe ich mich entschlossen, diesen Baubericht, der eigentlich beim Wettringer eingestellt ist, hier doppelt anzulegen.

    Doch zunächst ein wenig Hintergrundwissen.
    Ich bin seit 20 Jahren nebenberuflich als Countrymusiker auf Tour.
    Dazu habe ich ein 2. Fahrzeug, da man irgendwann nicht mehr alles im Golf transportieren konnte.

    Den VW-Bus T3 habe ich nur kurz in der Zeit von 04.2001 bis 08.2002 gefahren.
    Zwischenzeitig war von 2002 – 2008 ein Dodge Ram 250 in Gebrauch.
    Bis heute ist der Chevy G20 (Bj. 1993) mein treuer Packesel auf Tour.

    Irgendwann hat sich bei mir der Gedanke festgesetzt, meine Fahrzeuge als Modell zu bauen.

    Doch was wäre ein Tourfahrzeug ohne Ladung?

    Hier beginnt nun also mein Baubericht für die Ladung der anstehenden Projekte VW-Bus T3 und Chevy G20.
    Da der Bau der benötigten Teile in Scratchbauweise etwas umfangreicher wird, habe ich den Bericht vom Baubericht T3 abgekoppelt.
    Natürlich hätte ich einfache 08/15-Boxen bauen können, aber das war nicht mein Anspruch.
    Es sollte genau die Anlage sein, die ich auch verwendet habe, auch wenn das erheblich mehr Arbeit und Zeitaufwand nach sich zieht.

    Also wird für 2 Fahrzeuge die Ladung benötigt.
    Als da wären die Lautsprecheranlage, die Gitarrenkoffer, diverse andere Transportcases und die Lichtanlage.
    Da in der Anfangszeit die Anlage noch nicht ganz so umfangreich war, ist für den T3 etwas weniger zu bauen. Deshalb auch die an einigen Stellen etwas ungerade Anzahl von Teilen.

    Da ich schon ein wenig mit dem Bau im Gange bin, gibt es deshalb zu Anfang eine Flut von Bildern von der Entstehung der ersten Teile, um euch auf meinen momentanen Baustand zu bringen.

    Nun genug der Vorrede!

    Los geht es mit der Lautsprecheranlage.
    Ich benutze eine Anlage von Bell mit V2-Topteil und V5SL-Subbass.
    Benötigt werden 4 Bässe, 4 Tops und 4 Stativstangen dazu.

    Da die Boxen von Bell ein ziemlich zerklüftetes Äußeres haben, konnte nur Schicht um Schicht aufgebaut werden.
    Benutzt wurde 0,3mm, 0,5mm und 1mm Feststyrol und 3mm Schaumstyrol.
    Zunächst Schaumstyrol als Kern etwas größer als benötigt.


    Bild 01.jpg


    Nun die Oberseitenkontur auf eine Platte geklebt und danach zusammen ausgeschnitten.


    Bild 02.jpg


    Die Oberplatte auf den Grundkopus geklebt, ein 1mm Rundstab zum Unterfüttern und die Griffmulden mit Rundprofil dazugefügt.


    Bild 03.jpg


    Jetzt wurde zum ersten Mal der Korpus winklig auf Maß geschliffen.
    Danach wurden die Seitenplatten gefertigt und verklebt.
    Und wieder auf Maß schleifen.
    Hier habe ich schusseligerweise die Fotos von diesem Bauschritt vergessen.

    Nun kamen die Profile für Vorder- und Rückseite dran.
    Auch wieder auf eine Platte geklebt.
    Vor den Auseinanderschneiden wurden mit Hilfe einer Schablone die Löcher für die Bassöffnungen an der Vorderseite und die Verschraubungslöcher und Anschlußbuchsen an der Rückseite gebohrt.


    Bild 04.jpg


    Hier nun die fertigen Vorder- und Rückwände.


    Bild 05.jpg


    Vor dem Verkleben mit dem Korpus wurden Pärchen zugeordnet und mit einer weiteren Schablone die Löcher für Griffstangen gebohrt.


    Bild 06.jpg


    Nach dem Verkleben und erneuten auf Maß schleifen wurden noch die Standschienen an der Unterseite und die Stativaufnahme auf der Oberseite angebracht.
    Und so sehen die Bassboxen aus, während sie auf die Fertigstellung der Tops warten, um gemeinsam ein Farbbad zu nehmen.


    Bild 07.jpg


    Der Bau der Tops erfolgt auf Grund der Bilderanzahl in nächsten Tread.

  • Beim Bau der Tops wurde es noch etwas frickeliger.

    Auch hier zu Beginn wieder ein Schaumstyrolkorpus, eine Halbröhre als Griffschale und ein 1mm Rundstab zum Unterfüttern.


    Bild 08.jpg


    Die Einzelteile der Rückwand konnten nur fixiert auf der Schneidplatte unfallfrei mit den Ausschnitten versehen werden.


    Bild 09.jpg


    Hier nun die jeweils 3 Einzelteile der Rückwände …


    Bild 10.jpg


    … und die Ansicht nach dem verkleben.


    Bild 11.jpg


    Bild 12.jpg


    Nun wurden die Ober- und die Rückseite auf Maß geschliffen.


    Bild 13.jpg


    Das Schleifen der Seiten war wieder etwas nervenaufreibend, das sich die Gehäuse nach hinten verjüngen.


    Bild 14.jpg


    Um mir die Arbeit mit den entgültigen Oberseiten etwas einfacher zu machen, habe ich Styrolstreifen auf eine Platte und diese dann auf die Oberseite verklebt.
    Nach dem Schleifen haben sich dann die kleine Dreiecke ergeben.


    Bild 15.jpg


    Bild 16.jpg


    Vor den Verkleben der Unterseiten wurde der bis hierhin entstandene Korpus zunächst auf ein einheitliches Höhenmaß getrimmt.


    Bild 17.jpg


    Bild 18.jpg


    Nun waren die Seitenteile an der Reihe.
    Wieder aus 2 Einzelteilen gefertigt.


    Bild 19.jpg


    Angeklebt und verschliffen.


    Bild 20.jpg


    Die entgültigen Frontplatten wurden aus 3mm Feststryrol gefertigt, verklebt und verschliffen.


    Bild 21.jpg


    Die Rahmen der Front, die Stativaufnahmen und die Standschienen wurden angebracht.
    In die Stativaufnahme kam dann ein Draht als Lackierhalter.


    Bild 22.jpg


    Und nun wieder endlos Schleifen, damit die Tops ihre entgültigen Rundungen bekommen.

    Die Bohrungen für die Haltestangen konnten auf Grund der Verjüngung des Gehäuses erst nach dem entgültigen Zusammenbau angebracht werden, damit die Bohrlöcher auch exakt gegenüber liegen.
    Also Durchbohren und die Löcher von außen wieder mit einem winzigen Stückchen 1mm Rundstab verschließen.
    Die Bohrungen für die Anschlußbuchsen und Flugösen wurden auch gleich angebracht,
    Und so sah es dann aus.


    Bild 23.jpg


    Jetzt stand das Lackieren an.
    Das Gehäuse hat Aqua Color seidenmatt Dunkelgrau bekommen.
    Nach dem Lackieren wurde die Front bemehlt.


    Bild 24.jpg


    Nach dem Trocknen bekam die Front Aqua Color seidenmatt Anthrazit und ein Bell-Logo verpasst.
    Und das ist das Ergebnis:


    Bild 25.jpg


    Bild 26.jpg


    Im nächsten Tread geht es dann um die Stativstangen und die Zusammenführung der Boxen.

  • Von der Stativstange habe ich nur ein Baufoto, da es sich nur um vergleichsweise wenige Einzelteile handelt.

    Eine 2mm Rundstange mit einem Ausziehstück in 1mm rund.
    Um dem Wahnsinn etwas Einhalt zu gebieten, habe ich jedoch auf die Ausziehfunktion verzichtet. :D
    Als Arretierungsknöpfe kamen gekürzte Stecknadelköpfe zu Einsatz.
    Die Verdickung unter den Knöpfen wurde mit Schrumpfschlauch nachgebildet.
    Am Fuß der Stange sitzt normalerweise ein Gewinde, um sie mit der Bassbox zu verschrauben.
    Ich habe für die Verbindung ein Stück Federdraht benutzt.
    Er dient gleichzeitig als Lackierhalter und wird erst nach dem Farbauftrag gekürzt.
    Hier die Ansicht vor der Lackierung.


    Bild 27.jpg


    Vor der Zusammenführung haben die Bassboxen und die Tops noch ihre Griffstangen in Form von schwarz ummanteltem Schaltdraht in 1mm Stärke erhalten.

    Und hier nun links das Original mit Kopie und rechts der Nachbau in Nahaufnahme.


    Bild 28.jpg


    Leider habe ich auch erst auf den Fotos festgestellt, dass ich mich mit den Lochgrößen der Bassfront etwas vertan habe.
    Da es aber nur im direkten Vergleich mit dem Original auffällt, habe ich auf eine Korrektur verzichtet.
    Dazu hätte ich die Fronten komplett neu machen müssen, da die Löcher zu eng zusammen sitzen. :S

  • Aber ganz spektakulär!!! Und mit den Lochgrößen denk ich mal, hat man am Original was verkehrt gemacht, hätten
    vorher mal bei Dir schauen sollen. :thumbup:

  • Jetzt kommen wir zu den Gitarrenkoffern.
    Es wurden 2 Yamaha- und 1 Waldenkoffer benötigt.
    Da sie in etwa die selben Abmessungen hatten, reichte ein maßstäblicher Computerausdruck zum Übertragen der Konturen auf 2 zusammengeklebte 3mm Schaumstyrolplatten.


    Bild 29.jpg


    Bild 30.jpg


    Nun war wieder Schleifen der Grobkontur angesagt.


    Bild 31.jpg


    Der Waldenkoffer benötigte noch einen „Buckel“ auf der Oberseite.


    Bild 32.jpg


    Bild 33.jpg


    Nach dem Verkleben des Buckels wurden die Koffer feingeschliffen und mit Scharnieren, Schlössern und Löchern für die Griffe versehen.


    Bild 34.jpg


    Die Yamahakoffer bekamen kleine Standfüße, die später schwarz gefärbt wurden.
    Einer davon diente als Lackierhalter.


    Bild 35.jpg


    Der Waldenkoffer hatte Standfüße aus Metall. Diese wurden mit Stecknadelköpfen nachgebildet und der Koffer dazu mit den entsprechenden Bohrungen versehen.


    Bild 36.jpg


    Bild 37.jpg


    Alle Koffer haben zunächst die Grundfarbe mit der Gun bekommen.
    Da das Abkleben über die Scharniere nicht so recht klappen wollte, sind die Applikationsfarben freihand mit dem Pinsel aufgebracht worden.

    Und hier nun die Ergebnisse nach der Lackierung


    Bild 38.jpg


    Die Logos werden erst zusammen mit den Decals für den T3 gefertigt und nachträglich angebracht.

  • 8o:coolman: SUUUUUUPERArbeit :thumbsup:

    Gruß vom Roland aus Pernitz ;) /NÖ smilie_winke_020.gif


    Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern die ich ändern kann
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden


    ein gutes Wort verweilt vielleicht ein wenig, aber ein schlechtes geht nie wieder weg

  • echt klasse, kommt richtig gut :thumbup:

    :sleeping: In der Ruhe liegt die Kraft, also hab ich die meiste Kraft, wenn ich nichts damit anfangen kann.. im Schlaf :sleeping:


    Es grüßt der Tom aus der Eifel :)

  • Hallo Frank,
    Jawoll, da haben die geschludert! :thumbsup:


    Aber weiter im Text.


    Als nächstes stand die Beleuchtung auf dem Arbeitszettel.

    Hier waren zu bauen:
    Lampengehäuse (Tube)
    Scheinwerfereinsatz
    Farbfilterrahmen mit Splitterschutzgitter
    Haltebügel
    Traverse (T4-Bar)
    Ständer

    Los ging es mit dem Farbfilterrahmen.
    Zunächst 5mm Löcher mit einem Locheisen in ein 0,3er Shet gestanzt.


    Bild 39.jpg


    Dann die Aussenränder beschnitten. Das geht in dieser Reihenfolge besser als anders herum.
    So sitzen die Löcher exakt mittig.
    Hier ist auch das Gitterrohmaterial zu sehen. Gazerest eines Fliegengitters fürs Fenster.


    Bild 40.jpg


    Aufgeklebt und zurechtgeschnitten sind die Farbfilterrahmen fertig.
    Normalerweise ist der Rahmen ein dünnes gefaltetes Blech, zwischen dem die Folie eingeklemmt wird, und der von 4 Haltern am der Tube befestigt ist.
    Diese Halter habe ich mir dann doch erspart.
    Hier wird später ein Stückchen originale Farbfolie direkt auf den Einsatz und der Rahmen davor geklebt.


    Bild 41.jpg


    Bild 42.jpg


    Weiter ging es mit den Scheinwerfereinsätzen.
    Zunächst wurden aus einer Styrolröhre mit Aussenmaß 7mm Scheibchen vom 3mm abgeschnitten.
    Da es die Rundstäbe nur bis 4,5mm gibt, wurden aus einem Holzrundstab 5mm Scheiben von 1mm abgetrennt und in die Hohlscheiben geklebt.
    Dort hinein kommt später eine Scheibe Aluklebeband als Reflektor und darüber die Farbfilterfolie.
    Dass ich die Innenscheiben auch aus Styrol hätte ausstanzen können, ist mir erst später in den Sinn gekommen!


    Bild 43.jpg


    Nun wurden aus aus einem Holzrundstab 6mm die Tuben gefertigt.
    Zur Arbeitserleichterung wurde zunächst das Stabeende an der Schleifmaschine abgerundet und erst dann auf eine Länge von 6mm abgetrennt.


    Bild 44.jpg


    Nun die Tuben mit Ponal auf die Scheinwerfereinsätze geklebt.


    Bild 45.jpg


    Nun wurden aus einem Styrolstreifen 1x2mm die benötigte Anzahl 20mm-Stücke herausgetrennt und die Knickkanten markiert.


    Bild 46.jpg


    Ein erster Biegeversuch mit der Heissluftpistole ging gründlich daneben.
    Ehe das Material in der Mitte weich wurde, hatten sich schon die Enden aufgewellt.


    Bild 47.jpg


    Für den 2. Versuch habe ich ein Stück Altmetall auf 6mm Breite abgeschliffen.
    Dort wurden die Streifen quer mit Tape aufgeklebt und in eine Tasse gestellt.
    Dann kochendes Wasser dazu und nach ca. 3 Minuten ließen sich die Enden des 1. Halters sauber biegen.
    Da das Metall einen guten Teil der Hitze speichert, gingen die weiteren Teile sogar noch etwas schneller.


    Bild 48.jpg


    Bild 49.jpg


    Der Rest bis zum 90° Winkel wurde dann frei Hand nachgebogen.
    Und hier alle Halter nach dem Wärmebad.


    Bild 50.jpg


    Damit alle Halter die gleichen Abmessungen haben, wurde aus 2 zusammengeklebten Schaumstyrolplatten 3mm eine Lehre für das Ablängen und Lochbohren angefertigt.


    Bild 51.jpg


    Nun die Befestigungslöcher für die Tuben gebohrt.


    Bild 52.jpg


    Eine provisorische Verbindung mit Draht zum Überprüfen der Abmessungen für die Traverse.


    Bild 53.jpg


    Aus einem 2x2mm Stab wurden die Traversen geschnitten und als Abstandhalter und Befestigungsnachbildung 2mm Scheiben aus einem Stück Sheet ausgestanzt.
    Die Traversen wurden mit durchgehenden Bohrungen 0,8mm versehen und einer 1mm Teilbohrung für den Verbindungszapfen, der gleichzeitig wieder als Lackierhalter dient und später abgelängt wird.


    Bild 54.jpg


    Da es beim Handbohren schnell passiert, das man aus der Flucht kommt und schief bohrt, habe ich eine etwas andere Technik angewendet.
    Zuerst die 2mm Scheibchen mittig mit 0,8mm gebohrt.
    Dann einen alten Bohrer durch das Loch in der Traverse gesteckt.
    Ein Scheibchen auf den Bohrer, Kleber dazwischen und zusammengeschoben.
    Damit sitzen die Bohrungen exakt übereinander.
    Dann den Bohrer nach unten herausziehen und die weiteren 3 Scheiben derselben Seite verklebt.
    Nun einen Tag aushärten lassen und das gleiche Verfahren für die andere Seite der Traverse durchführen.
    Zum Abschluß einen 1mm Rundstab als Zapfen eingeklebt und fertig war die Traverse.
    Leider habe ich davon nur das Abschlußfoto gemacht.


    Bild 55.jpg


    Nun noch alles zusammen auf die Wartebank fürs Lackieren.
    Aber erst müssen noch die Stative gefertigt werden.


    Bild 56.jpg

  • Hallo Leute,
    herzlich willkommen auf meiner Frickelbaustelle.
    Es freut mich, wenn es Euch gefällt.


    Aber wir sind noch nicht fertig für heute!


    Hier nun meine Vorgehensweise zum Bau der Stative.

    Es werden 3 Stative gebaut.
    2x im Transportzustand und 1x im Aufbauzustand.

    Zunächst habe ich mit Corel Draw eine maßstäbliche Zeichnung erstellt.


    Bild 57.jpg


    Dann wurden die benötigten Einzelteile zurechtgeschnitten.
    Hier nur provisorisch zusammengesteckt.


    Bild 58.jpg


    Damit die Standbeine für den Aufbauzustand gleichmäßig werden, habe ich mir wieder eine kleine Lehre gefertigt.
    Damit das U-Profil nicht zur Seite kippt, wurde es an einem Stück 2mm- Sheet fixiert.
    Damit das Stückchen Federdraht im richtigen Winkel mitten im Profil sitzt, habe ich ein Stück 0,75er Sheet mit einer Nut gemäß Zeichnungswinkel versehen und darin liegend den Draht fixiert.
    Nun das Ende des Drahtes in der angezeichneten Mitte des U-Profils verkleben und darauf achten, dass die beiden Sheetstücke parallel liegen.
    Verklebt wurde auf Grund der unterschiedlichen Materialien mit 2k-Kleber.


    Bild 59.jpg


    Hier ein fertiger Aufbaufuß….


    Bild 62.jpg


    …. und ein fertiger Transportfuß.


    Bild 63.jpg


    Um die Füße sicher anzubringen, wurden nach dem Verkleben der unteren Fußhalterung 0,5er Löcher für das Drahtende gebohrt.


    Bild 61.jpg


    Die obere Fußhalterung bekam an der unteren Seite eine Kehlung.


    Bild 60.jpg


    Die Halterung wurde erst nach dem Verkleben der Füße über dessen obere Enden geschoben und mit 2k-Kleber fixiert.
    Die oberen Enden der Füße wurden dafür vorher etwas schräg angeschliffen.

    In die obere Fußhalterung und das obere Abschlussstück des unteren Rohres wurden 0,8er Löcher gebohrt und die aus abgeschnittenen Stecknadelköpfen gefertigten Verriegelungen eingesetzt.

    Und hier nun das Ergebnis. Bereit zum Lackieren.


    Bild 64.jpg

  • Während die Einzelteile der Scheinwerfer im Keller vor sich hintrocknen, hatte meine Frau einen Kommentar parat: „Ich hoffe, das die Traversen dann auch farblich markiert sind.“
    Dazu muss man wissen, dass ich z.Z. 2 Traversen benutze.
    Eine bestückt mit Punktstrahlern (Spot) und eine bestückt mit Breitstrahlern (Wide Flood).
    Zur schnellen Unterscheidung sind die Traversen rot und blau markiert.

    Bevor die nächste Frage nach den Anschlusskabeln kommt, habe ich mich nach dem Lackieren an die Herstellung gemacht.

    Los ging es mit den Schukosteckern.
    Ein schwarzer Gießastrest 3mm wurde am Ende etwas rund geschliffen und mit einer 1mm Bohrung versehen.
    Dort wird dann das Kabel eingeklebt.
    Das Kabel besteht aus einer schwarzen Ader eines alten ISDN-Kabels.


    Bild 65.jpg


    Das so gefertigte Ende wurde mit einer Ätzteilsäge abgetrennt.
    Da ich meine Schneidplatte nicht mit Sägekerben überziehen möchte, benutze ich als Unterlage zum Sägen alte Zeitungen.
    Ein Großbuchstabe wurde dann als gleichmäßiges Sägemaß benutzt.


    Bild 66.jpg


    Das abgeschnitte Ende wurde plangeschliffen und mit 2 0,5mm Bohrungen für die Kontakte versehen.
    Das ist schon hart an der Grenze, was noch mit den Fingern ohne Hilfsmittel festgehalten werden kann.


    Bild 67.jpg


    Nun wurden mit Sekundenkleber als Kontakte 0,5er Federdraht und das Kabel eingeklebt.


    Bild 68.jpg


    Anschließend wurde auf die Kabelenden mit Schrumpfschlauch die Kabelklemme aufgebracht, mit der das Kabel am Lampengehäuse fixiert wird.


    Bild 69.jpg


    Und da ich nun schon einmal dabei war, wurden auch gleich noch ein paar Zusatzstromkabel angefertigt.

    3er-Steckdosen und ein Verlängerungskabel.
    Natürlich sauber aufgewickelt und mit Klettband fixiert (wie sich das gehört).


    Bild 70.jpg


    Für die Schukokupplung am Verlängerungskabel wurde ein Stück schwarzer 4mm-Gießastrest mit einer 3mm-Bohrung versehen. Die Kabelseite wie gehabt.

    Für die 3er-Steckdosen habe ich einen Rest 3mm-Sheet mit 3mm-Bohrungen versehen und ausgeschnitten.
    Ein Bohrer hat ja keine gerade Spitze, deshalb wurden die Bohrungen mit einem Uhrmacherschraubendreher „nachgebohrt“.
    Dadurch hat die Bohrung eine plane Grundfläche erhalten.
    Zwei Löcher 0,5mm und ein Kabel mit einem Stecker aus einem weißem Gießastrest und fertig ist die 3er-Steckdose.
    Für den Kontrast wurden die Bohrlöcher einfach mit einer 0,5er Bleichstiftmie nachgedreht.

    Dies ist ein Beispiel, warum man verschiedenfarbige Gießastreste in verschiedenen Stärken immer schön bunkern sollte.
    Man spart sich für solche Frickeleien das Lackieren. :thumbup:

    Damit bin ich nun beim aktuellen Baustand angelangt.

    Ich hoffe, dass die Bilderflut euch nicht erschlagen hat.
    Ab jetzt geht es dann regelmäßig weiter.
    Allerdings auch wieder langsamer und nicht derart komprimiert.
    Ich muss ja jetzt auch die Songs für mein Weihnachtsprogramm üben.
    Man spielt sie halt nur einmal im Jahr.

    Bis dann.

  • Hallo Wolfgang,
    wenn du die Maßstabszeichnung für das Stativ haben möchtest, ist das kein Problem.
    Falls du kein Corel Draw hast, kannst du es auch als pdf bekommen.

  • Hallo Willie,



    vielen Dank für das Angebot. Du kannst die pdf aber auch als Datei hier hochladen (wie die Fotos), dann hätten alle was davon. So super wie das gemacht ist, bin ich mir sicher, dass es noch weitere dankbare Abnehmer geben könnte.


    Als PN nehme ich die natürlich auch gerne :)

  • Hallo Wolfgang,
    mach ich doch gern.
    Ich habe schon soviel von anderen Modellbauern gelernt, dass ich auch gern mein Wissen weitergebe.


    Hier also die pdf mit der Maßstabszeichnung, Bemaßung und Foto des fertigen Statives.
    Viel Spaß beim Nachbau!


    Scheinwerferstativ im Maßstab 1_25.pdf

  • Hallo Dirk,
    klar wäre es möglich, hier noch eine SMD einzubauen.
    Anstelle des Reflektors passt locker eine SMD rein.
    Die Tube schräg durchbohrt könnten die Anschlusskabel mein Blindkabel ersetzen.
    Ist bei mir aber nicht vorgesehen, da einige Teile später schon im Fahrzeug, andere noch davor sind.
    Für dein Bühnendio im Betrieb wäre es aber sinnvoll.


    Es würde mich freuen, mein Stativ auf deiner Bühne zu sehen.

  • Hallo Wolfgang,
    ein Präzisierung noch, die ich in der Beschreibung vergessen habe.
    Das obere Anschrägen der Beine muss auf der Innenseite erfolgen, damit die Beine richtig am Rohr anliegen und die obere Schelle darüberpasst.


    Viel Spass beim Nachbau.

  • He ganz große Klasse deine Anlage.
    Ich fahre ja selber auch mit sowas herum beim Auflegen (NOVA 360) und da finde ich die Detaillierung echt super von dir.
    Einfach toll!

  • Hallo Leute,
    zunächst erst einmal vielen Dank für zahlreichen Rückmeldungen.

    Da ich z.Z. für die anstehenden Veranstaltungen mein Weihnachtsprogramm üben muss, geht es hier jetzt etwas langsamer voran.

    Die Scheinwerfer wurden nach der Lackdusche von ihren Lackierstäben befreit und für die weitere Verarbeitung in einen Styroporblock gesteckt.
    Dort haben sie einen silbernen Reflektorhintergrund gekommen.


    Bild 71.jpg


    Nach dem Trocken wurden mit einigen dicken Klarlacktropfen die Gläser angebracht.


    Bild 72.jpg


    Nach einer Wartezeit zum Antrocknen der Gläser wurden die Farbfilter mit Klarlack am Rand aufgeklebt.
    Das Material sind Originalfarbfilterfolien, wie ich sie auch für meine Bühnenscheinwerfer verwende.
    Und so sehen sie dann aus.


    Bild 73.jpg


    Nun muss Alles richtig durchtrocknen, bevor ich die Farbfilterrahmen aufklebe.
    Das aber erst morgen in den Spielpausen.

    Bis dann.

  • Hallo Leute,
    obwohl ich mein Weihnachtsprogramm Dezember 2014 zuletzt gespielt habe, geht das Üben doch recht flott von der Hand.
    Deshalb konnte ich die Spielpausen etwas strecken, was sich im heutigen Baufortschritt widerspiegelt.

    Nach reiflicher Überlegung habe ich die Reihenfolge des Zusammenbaus der übrigen Teile geändert.
    Also Farbfilterrahmen nicht zuerst, sondern zuletzt.

    Doch der Reihe nach.
    Für den Anbau der Scheinwerferhalter habe ich mir bei „IDEE“ schwarze Nadeln mit extra platten Kopf eingekauft.


    74.jpg


    Für den Anbau waren noch einige Arbeiten erforderlich, die ich aber nicht einzeln fotografiert habe.
    Als erstes wurde der Stativpin gekürzt.
    Danach wurden die Befestigungslöcher im Halter und in der Traverse zum Säubern nachgebohrt.
    Wie die Igel beim Liebesspiel – Gaaanz vorsichtig, um die Verklebungen nicht abzureissen. ^^
    Dann wurden die Halterlöcher innen und die Traversenlöcher oben leicht angefast.
    Beim Halter liegt der Nadelkopf besser an und bei der Traverse hat der Sekundenkleber mehr Klebefläche ohne Farbe.

    Nun wurden die Halter einzeln mit den Nadeln an der Traverse befestigt
    Ein kleiner Tropfen Sekundenkleber wurde an der Nadel angebracht.
    Der Kleber zieht sich durch den Kappilareffekt in die Bohrung.

    Hier nun die verklebte Traverse.


    75.jpg


    Bevor die Verklebung vollständig getrocknet ist, mussten die Halter auf Beweglichkeit geprüft werden.
    Dazu nacheinander die jeweilige Nadel mit einer Zange festhalten, damit sich die Verklebung in der Traverse nicht löst, und den Halter vorsichtig drehen.
    Da ein Hauch von Kleber auch die Halter erreicht, sitzen sie sonst fest und lassen sich nicht mehr einstellen.
    Nach dieser Prozedur konnten die Nadeln abgelängt werden.


    76.jpg


    Nun haben die Scheinwerfer ihre Anschlusskabel bekommen.
    Sie wurden jeweils mit einem Tröpfchen Sekundenkleber fixiert.


    77.jpg


    78.jpg


    Für eine erste Stellprobe musste ich mal eben ein neues Hilfsmittel anfertigen.
    Kleinteile lassen sich ja prima auf der Arbeitsplatte fotografieren.
    Wenn nun aber das Bauteil höher wird, stört mich der Arbeitshintergrund.
    Um nicht jedesmal die Fotoecke zu benutzen, habe ich einfach einen alten Pappkarton zerschnitten.
    Am besten eignet sich eine Seitenkante dafür, da man sich das Knicken spart.
    Ein kleines Stück Vierkantholz wurde für die Stabilität mit dem Tacker in der Ecke befestigt.


    79.jpg


    Für die verschiedenen Hintergründe reicht farbiges Din A4 Papier.


    80.jpg


    Einen Bogen Papier mit Tesa an den Ecken fixiert und fertig ist die Fotoecke für Kleinkram.
    Billiger und schneller geht’s kaum.


    81.jpg


    Und hier nun die erste Stellprobe.


    82.jpg


    Jetzt wurden die Scheinwerfer in die Halter montiert.
    Dazu habe ich schwarze 16mm-Nadeln noch etwas gekürzt und trocken in die vorgebohrte Tube gedrückt.
    Um mir das Einsetzen ins Bohrloch zu erleichtern, habe ich das jeweilige Bohrloch ca. einen ½ mm tief um 1/10 aufgebohrt.
    Dann ging es deutlich leichter, obwohl auch dann der Arbeitsschritt nicht ohne einige Kraftausdrücke vonstatten ging. :cursing:
    Mein Respekt vor Kollegen, die sich solche Frickeleien in 1/48 oder 1/72 antun, stieg derweil mächtig.

    Beim Einbau ist mir auch ein kleiner Fehler aufgefallen.
    Ich hätte die Lampengläser vor dem Aufbringen der Farbfolien erst richtig austrocknen lassen sollen.
    Nach einer Begutachtung mit einem aufgelegten Gitter habe ich jedoch auf ein Auseinanderreissen verzichtet.
    Mit Gitter davor sieht man es kaum. :whistling:

    Wieder eine kurze Stellprobe zur Ansicht.


    83.jpg


    Dann wurden die Farbfilterrahmen verklebt.
    Hier habe ich zum Kleben wieder Klarlack verwendet.
    Mit einem Pinsel leicht auf den Rahmen aufgetragen und auf den Scheinwerfer geklebt.

    Auf den Bildern dazu kann auch sehen, dass der Einbau nicht so ganz spurlos vonstatten ging.
    Da aber Scheinwerfer „On the Road“ auch nicht so ganz ohne Blessuren überstehen, lasse ich es so.
    Der rote Farbfilterrahmen hat auch schon einen gehörigen Bums hinter sich.

    Hier die Bilder dazu.


    84.jpg


    85.jpg


    Und zu guter Letzt für heute die Abschlussansicht auf Stativ.


    86.jpg


    Ich denke, dass ich die Pausen heute ganz gut genutzt habe.
    Aber es sind ja noch 2 Traversen fertigzustellen.

    Also bis bald.

  • Dieses Thema enthält 119 weitere Beiträge, die nur für registrierte Benutzer sichtbar sind, bitte registrieren Sie sich oder melden Sie sich an um diese lesen zu können.