Focke Wulf 189A 1:48

      Focke Wulf 189A 1:48

      Hier mal eine meiner "Altlasten" aus meinem ersten Modellbauerleben in den 90ern. Kann zwar nicht mit dem was hier sonst so angeboten wird mithalten und ich würde sie heute auch nicht anders bauen. Da es eine Baureihe ist welche nicht so im Fokus steht wollte ich sie doch mal zeigen. Da es nicht das Superzeug ist was sonst so unter Dioramen steht und der Fokus doch auf dem Flugzeug steht habe ich es erstmal in diese Rubrik eingestellt.

      Dieses spezielle Modell hat für mich eine Geschichte.
      Ich habe es vor über 20 Jahren meinem Opa zu Geburtstag gebaut, weil er im Krieg als "Flugzeugführer" (er hat nie den Begriff "Pilot" verwendet) hauptsächlich auf FW189 im Einsatz war.
      Irgendwann habe ich es dann "geerbt". Im Laufe der Jahre hatte das Modell durch Arbeiten seines "1.Wart" (von mir Oma genannt 8) ) auch etwas gelitten. Maschinengewehre, Antennen, Fahrwerk, Teile der Verglasung und anderes gehörte zu den leidtragenden.
      Einiges konnte ich wieder mehr oder weniger gut anbringen, anderes war leider verloren.

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      Das Modell ist ein 1:48 Bausatz von MPM (fürchterliche Qualität) und dazu diverse Eduard Ätzteile und einiges an Resinteilen. Da vieles davon im Innenraum ist, ist das heute mehr "für die Ehre" als wirklich zu sehen. ;)

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      War auch der Klassiker "Terminbau" den man einfach nicht machen sollte. Gerade die Teile die nachher keiner sieht macht man in Ruhe und dann geht einem die Zeit aus. In den Gondeln stecken z.B. detaillierte Argusmotoren aus Resin die keiner sieht weil ich dann keine Zeit mehr hatte für die Darstellung offener Klappen und die entsprechende Technik und Warte die daran arbeiten. :thumbdown: (die Resinklappen und anderes liegen noch heute irgendwo rum) Den Kübel mußte ich zum Schluss noch im Urlaub zusammen bauen.
      Die Luftwaffensoldaten (Hasegawa) gehören eigentlich auch nicht an die Ostfront sondern mit Jagdflugzeugen an die Kanalküste.

      Da das Flugzeug aber diese Geschichte hat, werde ich es so belassen und nichts mehr verbessern/ändern/restaurieren.

      Vielleicht setze ich mich mal irgendwann hin (ärgere mich wieder über die Bausatzqualität 8) ) und baue nochmal eine "Mark II"...dieses Mal in Ruhe, mit mehr Erfahrungen und mit korrekter Darstellung/den Einheitsmarkierungen die mein Opa wirklich geflogen hat....irgendwo bei meinem Onkel sollte noch sein altes Fotoalbum sein.
      ...aber bis dahin liegen noch wenigstens so 7 oder 8 andere Projekte im Keller.....

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      Meinen Opa hat es damals jedenfalls sehr erfreut und seine Sehkraft war eh nicht mehr die aus den Zeiten am Steuerknüppel. ;)

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      Solche Modelle "mit Geschichte" sind es immer wert bewahrt zu werden! Hier gleich im doppelten Sinn, da erstens "Erbstück/Erinnerung" an Opa, und zweitens als "dargestellte Familienhistorie"!

      Wenn du noch auf Fotos aus Opas Einsatzzeit stoßen solltest, darfst du die hier GEEERNE zeigen.... ;)
      Zwei Worte werden dir im Leben so manche Tür öffnen : Ziehen und Drücken :00008359:
      Die Fotos gibt/gab es. Ich habe das Album (Opas "sagenumwobenes" so genanntes "Fliegeralbum" 8o ) allerdings nur ein Mal (zu DDR Zeiten hat man den Besitz solcher Devotionalien auch lieber nicht so "breit getreten") als Kind in den frühen 80ern gesehen... (die Geschichten dazu um so öfter gehört).
      Was soll auch dabei rauskommen wenn man einem Haufen übermütiger Typen Anfang 20 und mit der hohen Warscheinlichkeit sich nicht mehr lange amüsieren zu können, Fluggeräte mit an 4stellig PS in die Hände drückt? ....und die Aufklärer waren noch die mit dem ruhigstem Blut, die ganz verrückten hat man doch lieber in Jagdflugzeuge gesteckt. ;)
      Die anderen Sachen die "keinen Spaß machten" mußte man zwischen den Zeilen lesen oder aus Nebensätzen entnehmen....das ganze "Lametta" was schon auf dem Hochzeitsbild Januar 44 zu sehen war (man hat meinem anderen Opa regelrecht angesehen wie er mental mit den Hacken geknallt hat als er das mal zu Gesicht bekam ;) ) gab es ja nicht für "Kartoffeln schälen", sondern für den der seine Freunde oft genug überlebt hatte.
      "Die Fliegerei war herrlich, wenn nur der Krieg dazu nicht gewesen wär..." in etwa der O-Ton.

      Bei Sichtungen vom Nachlass meiner Oma hat mein Onkel zwar viele interessante Papiere gefunden aber auf die schnelle nicht das betreffende Fotoalbum. Ich hoffe das es wieder auf taucht.
      Mein Vater wusste sogar von einem Propellerblatt zu berichten (mußte wohl nach Bruchlandung getauscht werden, auch wenn nicht offensichtlich zerbrochen, so die Geschichte) das in seiner Kindheit existiert hat. Das muß aber wirklich irgendwann verschwunden sein. :/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „bastelbert“ ()

      Ein tolles Modell das du uns zeigst...danke auch für den kurzen einschnitt in deine Erinnerungen...ich drücke die Daumen das das Fotoalbum wider auftaucht, sowas hat unschätzbaren wert. LG :)
      ^^ LG PATRICK ^^
      Im Bau: - Holzschiff "Gjoa"
      Rollout: Tamiya Alfa Romeo 155 DTM 1994, in 1:24, F-104G Starfighter, in 1/48