Limburger Dom 1:200 Schreiber

      Limburger Dom 1:200 Schreiber

      Der Limburger Dom, auch Georgsdom nach seinem Schutzpatron St. Georg genannt ist ein relativ kleiner Dom, der oberhalb der Altstadt von Limburg steht. Wann genau der Bau begann ist nicht mehr bekannt, wohl schon im 9. Jahrhundert. Vor 1190 begann der Umbau, dem der Dom sein heutiges Aussehen verdankt. Die Einweihung war 1235. Bei einer Restaurierung in den Jahren 1872 und 1873 hat man den kompletten Dom in Steingrau bemalt. Erst in den Jahren 1968-1972 bekam er seine farbenfrohe Darstellung zurück.

      Schreiber hat diesen Bogen erst in diesem Jahr heraus gegeben und sich offensichtlich viel Mühe bei der Gestaltung gegeben. Trotzdem ist nicht alles genau, wie sich bald zeigen wird. 15,5 Bögen sind angegeben. Da bei Schreiber ein Bogen aber immer eine Doppelseite ist, sind es 31 Seiten mit Bauteilen.

      Der Bausatz kann in zwei Varianten gebaut werden. Die einfache scheint wohl dem angegebenen Schwierigkeitsgrad 2 zu entsprechen. Die schwierige Variante ist deutlich herausfordernder. Hier werden fast alle Fenster ausgeschnitten und zurück gesetzt.

      Unser lieber Fritz @Goliath hat mir einen Link zu einem tollen Baubericht dieses Doms geschickt. Von den dort gezeigten Ideen möchte ich auch einiges umsetzen, insofern ich es denn kann.

      Genug der Worte, um diesen Bausatz hier soll es gehen.

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      Im gleichen Maßstab wie die Kathedrale Notre Dame de Paris von Umbum zeigt sich schon an der Bodenplatte um wievieles kleiner dieser Dom ist. Die Bodenplatte ist grad mal ein wenig größer als ein DIN A4 Blatt.

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      Begonnen habe ich mit den üblichen Öffnungen, um später von unten helfend eingreifen zu können. Schaut man sich die Bodenplatte genauer an, zeigen sich zwei flach aufgedruckte Treppen.

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      Diese Treppen wurden in dem anderen Baubericht durch richtige Treppen ersetzt, indem der gesamte Umriss des Domes nach oben versetzt wurde. Da ich das auch machen wollte, habe ich mir aber zunächst einige Originalbilder über Google angeschaut und festgestellt, dass eigentlich noch mehr zu ändern ist. Die vordere Bodenplatte vor den beiden Türmen ist noch mal höher und verläuft auch nicht wirklich gerade. Gut, die Schräge habe ich mir dann nicht gegeben.

      Der Reihe nach. Zunächst habe ich Teile der Bodenplatte links und rechts des Doms abgeschnitten. Die im Bild oben ist höher als der Grundriss, die untere ist niedriger.

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      Danach habe ich dreimal die Öffnungen auf einer Finnpappe ausgeschnitten. Die sind nicht auf den Millimeter perfekt gleich, was auch nicht nötig ist.

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      Bei zweien der Platten habe ich den Bereich, der nachher niedriger sein muss abgeschnitten.

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      Diese beiden Platten habe ich übereinander geklebt und den Grundriss mit dem Rest der Bodenplatte aufgeklebt. In diesem Fall alles mit Sekundenkleber um ein Wölben der Platten zu verhindern.

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      Auf den unteren Bereich habe ich dann die 'Domplatte' ebenfalls auf einer 1mm Finnpappe befestigt. So ist der Boden vor und neben den Türmen auf der Südseite um 1mm höher als der Grundriss.

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      Dem ganzen Konstrukt wurde eine weitere Finnpappe unterlegt und der niedrigere Teil der Bodenplatte angebracht. Die Treppen wurden aus 0,5mm Graupappe angefertigt und die einzelnen Stufen wurden mit dem Originaldruck versehen.

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      Zum Seiteneingang sind es somit wie auf dem Originaldruck vier Stufen, zum Hauptportal hin sechs Stufen.

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      Das es am Fundament nicht 100%ig perfekt ist, macht in dem Fall nichts. Denn am Schluss wird hier wieder Beflockungsmaterial und ein Baum eingesetzt. Auch braucht die vordere Treppe noch ein Geländer. Aber nach vier Stunden Zeitaufwand für die Bodenplatte war es für heute genug.
      Grüße, Micha :thumbup:
      Ja Micha, so freue ich mich mit Dir und kann sagen, da werde ich regelmäßig zuschauen.
      Bitte um einen tollen Sessel und eine regelmäßige "Hopfenkaltschale" aber ohne Alloholl, wenns beliebt!
      Gruß vom Goliath (Fritz aus Köln)
      Meine gebauten Modelle ..... :D


      Wenn Ihr könnt, kommt am 29. März 2019 zu unserem 4. Kölner Kartonmodellbau-Stammtisch nach Köln!
      Der Dombau wird ein paar Tage pausieren. Ich habe viele Originalfotos studiert und so einige Ideen entwickelt, wie man weitere Struktur in das Gebäude bringen kann. Um Fenster und Öffnungen zurückzusetzen, die dafür gar nicht vorgesehen sind, scannen sich die meisten Erbauer die Teile zum hinterlegen ein. Aber a) hatte ich dazu keine Lust und b) ist das Dank des unglücklichen Formats von Schreiber (etwas größer als DIN A4) mit einem DIN A4 Scanner auch nicht ganz so einfach.

      Wie der Zufall es will, fand ich auf eBay einen sehr günstigen zweiten Bausatz, bei dem zwar ein Teil schon ausgeschnitten ist, aber unbeschädigt und ansonsten vollständig. Und dann fiel mir ein, dass ich bei einem anderen Bausatz bereits in der selben Situation bin. Dort werde ich die Ideen üben. Deshalb lade ich Euch alle auf eine hoffentlich nicht allzu beschwerliche Reise nach Hildesheim ein.

      Bald darauf wird es auch hier wieder weiter gehen ...
      Grüße, Micha :thumbup: