Delage D.8 SS

    • Heller:
    • Fertig:
    • 1:24

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      Delage D.8 SS

      Hallo Freunde :)

      Ich mache mal eine kleine Reise zurück in die Vergangenheit und beginne mit dem Bau des Delage D.8SS. Da der Hersteller vielen vielleicht eher nicht allzu geläufig ist, erlaube ich mir mal, die deutsche Wikipedia zusammenfassend zu zitieren:

      Das französische Unternehmen Automobiles Delage war ein Hersteller von exklusiven Sportwagen. Louis Delâge gründete das Unternehmen mit Augustin Legros, der zuvor bei Peugeot beschäftigt war, im Januar 1905 in der Nähe von Paris. Zunächst beschäftigte sich Delage mit dem Bau von Karosserien zu zugekauften Chassis und Motoren, wobei De Dion-Bouton der wichtigste Lieferant war. Ab 1908 wurden auch eigene Motoren hergestellt. Die Fahrzeuge erzielten diverse Erfolge im Rennsport, so unter anderem ein Sieg am Indianapolis 500-Rennen von 1914. Während des ersten Weltkriegs wurde die Produktion auf militärische Produkte umgestellt.

      Ab 1918 stellte Delage wieder exklusive Fahrzeuge für wohlhabende Privatpersonen her. 1924 stellte René Thomas auf einem Delage La Torpille mit 230 km/h einen neuen Geschwindigeits-Weltrekord auf. Delage-Rennwagen erzielten zahlreiche Erfolge in mehreren europäischen Grand-Prix-Rennen. Auch in den 30er Jahren waren die Autos sehr exklusiv. Die Weltwirtschaftskrise traf Delage hart und 1935 musste die freiwillige Liquidation angemeldet werden. Der Markenname ging an den Automobilhersteller Delahaye, der noch bis 1953 Fahrzeuge unter dem Namen Delage herstellte. Es wird geschätzt, dass von 1905 bis 1935 rund 35'000 Delage-Fahrzeuge produziert wurden.

      So viel also zur Geschichte des Herstellers. Der Bausatz ist für sein Alter recht gut detailliert und sauber gegossen. Allerdings bietet er auch Heller-typische Eigenheiten. So soll die Karosserie aus mehreren Einzelteilen zusammengebaut werden, wobei jeweils einfach Kante auf Kante geklebt werden soll.

      Begonnen habe ich, wie bei den meisten Auto-Bausätzen mit dem Motor, der nicht weiter detailliert werden wird, da er im fertigen Modell ohnehin nicht mehr zu sehen sein wird.
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      Daneben wurden die Sitze schon mal nachgraviert, damit sie anschliessend mit echtem Leder bezogen werden können.
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      Das wars bereits wieder für den Einstieg. Ich würde mich freuen, wenn ihr auch bei diesem Bau wieder tatkräftig mit Kritik, Ratschlägen und Lob dabei seid. Chips, Getränke und bequeme Sessel habe ich jedenfalls schon mal bereit gestellt :)

      Gruss,
      Urs

      harti20 schrieb:

      der nicht weiter detailliert werden wird

      Eigentlich schade, finde den Motor trotz des Alters des Bausatzes doch ganz ansehnlich aber ich hab grad in der Bausatzvorstellung gesehen dass die "Haube" nicht viel zum "anschauen" hergibt.
      Heute schon gelacht ?
      Gruß Karlheinz :D

      Alle von mir gemachten Bilder stehen unter CC0
      Schade, daß der Motor nachher nicht sichtbar ist. Dachte eigentlich - weil in der Bausatzvorstellung 2 Motorhaubenhälften zu sehen sind - daß die geöffnet werden können.
      Aber soll wohl nicht sein.
      Dann kannst Dich ja am Rest austoben.

      LG
      pancha
      Hallo Freunde :)

      Freut mich, dass ihr schon so zahlreich vertreten seid, obwohl es noch nicht wirklich viel zu sehen gibt :)

      Ob und wie ich den Motor noch weiter detaillieren werde, werde ich mir nochmals durch den Kopf gehen lassen, da mir pancha einen Floh in denselbigen gesetzt hat ;)

      pancha schrieb:

      Schade, daß der Motor nachher nicht sichtbar ist. Dachte eigentlich - weil in der Bausatzvorstellung 2 Motorhaubenhälften zu sehen sind - daß die geöffnet werden können.

      Evt. werde ich versuchen, die Motorhaube mit Scharnieren zu versehen, so dass sie geöffnet werden könnte. Dazu muss ich aber zuerst mal schauen, wie verzugsfrei ich das ganze zusammengebaut bekomme. Momentan sehe ich dort fast das grösste Problem. Hier habe ich mal die Karosserie zusammengebaut (die Spachtel- und Schleifarbeiten stehen noch bevor). Wie im ersten Post bereits erwähnt: hier wäre von Heller vorgesehen, dass sie einfach stumpf Kante auf Kante geklebt wird... ?(
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      Wie ihr seht, habe ich das Zusammenspiel mit neuer Fotobearbeitungs-Software und neuer Kamera nach wie vor nicht so wirklich im Griff... ;( Ich hoffe, das legt sich bald, damit die Fotos endlich wieder besser gelingen... Wobei bei diesem Modell speziell noch zu erwähnen ist, dass die Farbe des Plastiks an und für sich schon eine rechte Herausforderung darzustellen scheint...

      Dann wurde das Chassis begonnen zusammenzubauen und die Blattfedern wurden schon mal mit Dark Aluminium lackiert. Da mir das aber noch zu hell ist, werde ich wohl noch mit ganz wenig Alclad Steel darübernebeln um es etwas abzudunkeln.
      _DSC0284_20180120_mbk.jpg

      Auch hier erkennt man, dass das ganze unter reichlich Spannung zusammengebaut werden muss. Die Hinterachse ist erst mal lose angesteckt um euch zeigen zu können, wie stark der Rahmen gebogen werden muss, damit der Zusammenbau klappt. Durch den Aufnahmewinkel ist es vielleicht nicht ganz so deutlich zu erkennen, aber es macht fast einen ganzen Centimeter aus, ob die Hinterachse befestigt ist oder nicht...
      _DSC0285_20180120_mbk.jpg

      Gestern habe ich noch damit begonnen, die Rücksitzbank mit Leder zu beziehen. Leider ist das Foto von diesem Baufortschritt nichts geworden und alles nochmals hervorzukramen hatte ich jetzt keine Lust mehr. Ich werde schauen, dass ich bei den Fahrersitzen während des Baus bessere Fotos bekomme und euch sicher auch das Schlussresultat mit dem Rücksitz zeigen.

      Edit: Habe nun doch noch ein neues Foto gemacht, damit ich den Zwischenstand zeigen kann. Zur Zeit sieht es noch nicht berauschend aus, aber ich hoffe, dass es besser wird, wenn ich dann der Kante entlang einen dünnen Evergreen-Stab als Keder aufklebe und anschliessend das ganze überlackiere.
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      Für die Türinnenseiten benötige ich noch Wurzelholzoptik. Hat jemand von euch evt. eine Idee, wie man die erreichen könnte (egal, ob mit Decals oder Farbe). Mein erster Versuch, so etwas mit Farbe hinzukriegen ist leider gescheitert und die einzige Quelle, die ich bisher gefundne habe, wo jemand so etwas beschrieben haben soll, ist im Wettringer in einem Beitrag, der nicht mehr zugänglich ist...

      Das wars mal wieder für den Moment. Evt. gibt es morgen nochmals ein kleines Update. Ich wünsche euch allen ein schönes und erholsames Wochenende.

      Gruss,
      Urs

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „harti20“ ()

      harti20 schrieb:

      Für die Türinnenseiten benötige ich noch Wurzelholzoptik.

      Dafür würden mir jetzt nur die Decals von www.uschivdr.com/shopping-categories/shop-wood-grain-decals/ einfallen, ganz unten die #1009 Truckers Delight und das #1016 Aircraft Interiour.
      Nur hab' ich keine Ahnung ob die Decalbogengröße ausreichend ist denn eine Größe je Bogen und auch je Textur steht nicht dabei. Auch sind sie Decals nicht immer deckend wie ich mal gelesen hatte, das muss man natürlich auch einplanen, Urs.

      Bernd
      Hallo Bernd

      Vielen Dank. Die habe ich mir auch schon angeschaut, aber hatte das Gefühl, das Muster sei viel zu regelmässig Ausserdem habe ich irgendwo in einem Baubericht mal gesehen, dass der Druck wohl sehr "pixelig" sein soll. Daher würde ich es eigentlich lieber auf eine andere Weise lösen.

      Ich habe mir auch schon überlegt, ob ich es mit echtem Wurzelholz-Furnier lösen soll, aber das wäre wohl wieder nicht masstäblich genug...

      Gruss,
      Urs
      Ja Uschi ist schon etwas Pixelig, geht aber ohne Macro. Das mit dem Echtholz halte ich für Falsch, denn das ist sicher zu Grob. Profis machen das Wurzelholz Imitat mit einer hellen Grundfarbe und flämmen mit einer Acetonflamme Russ drauf, danach kommt transparenter Farbton drüber, der in dem Wunschfarbton ist. Wie man das bei Kunststoff machen kann ohne es zu verbruzeln kann ich jedoch nicht Sagen...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Sam Eagle“ ()

      Hallo Dominik

      Vielen Dank für den Link. Das sieht wirklich sehr gut aus. :) Nur ist es für die kleine Fläche und in 1/24 fast nicht umsetzbar (wenigstens für mich).
      Ich habe nun im Internet nach Wurzelholz-Fotos gesucht, ein genügend grosses Exemplar gespeichert und mal testweise auf glänzendem Fotopapier ausgedruckt. Ich denke, ich werde daraus dann die benötigten Stücke ausschneiden und aufkleben. Da es zum Glück eine absolut ebene Fläche ist, sollte das eigentlich kein Problem darstellen.

      Gruss,
      Urs
      Hallo Freunde

      Vielen Dank für Euren Input. :)

      bernd kaags schrieb:

      Das Papier würde ich von hinten etwas ausdünnen damit es nicht so stark absteht wie komplettes Fotopapier.

      MarcelT4 schrieb:

      Hallo,

      alternativ kannst doch das Holz auf weißer Decalfolie ausdrucken und dann auftragen.


      Ursprünglich wollte ich eigentlich das Muster auf dünnes Sheet malen und anschliessend das Sheet aufkleben. Unterhalb der Wurzelholzapplikation kommt eben noch Leder zum Einsatz, das auch eine Stärke von ca. 0.3 - 04 mm aufweist, somit muss ich das "Holz" auch etwas dicker machen, damit es wieder stimmig wirkt. Ich werde dann nur schauen müssen, dass der Zusammenbau trotzdem noch möglich ist, nicht dass es durch das Leder und / oder das Holz irgendwo zu dick wird.

      Gruss,
      Urs
      Hallo Freunde :)

      Allzu weit bin ich in letzter Zeit leider nicht gekommen. Dennoch möchte ich euch die Fortschritte nicht vorenthalten.

      Zunächst habe ich die hintere Sitzbank noch fertig beledert und anschliessend mit 0.64mm Evergreen-Stäben den Keder nachgebildet
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      anschliessend wurde das Ganze mit Vallejo Model Air US Brown lackiert
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      Am Motor ging es auch ein winziges Stück weiter. Hier habe ich mal versucht, Hitzespuren darzustellen. So ganz gelungen ist es mir (noch) nicht. Falls ich die Motorhaube so umbaue, dass sie geöffnet werden kann, werde ich sicher nochmals dahinter gehen. Falls die Haube ohnehin geschlossen bleibt, werde ich es mir vielleicht nochmals vornehmen um noch etwas weiter zu üben ;)
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      Zum Abschluss wurde noch das Chassis lackiert. Da werde ich noch mittels Drybrushing versuchen, etwas Leben hineinzubringen.
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      Das wars auch schon wieder für den Moment. Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende :)

      Gruss,
      Urs
      Hallo Freunde :)

      Heute ging es mit dem einen Vordersitz weiter. Zunächst Schablonen erstellen und anschliessend die passenden Stücke aus dem Leder ausschneiden. Nach Rückseite und Seitenteilen der Rückenlehne hatte ich Bedenken, dass das Leder trotz der geringen Stärke zu dick sein könnte und habe ausprobiert, wie ich es am besten dünner kriege, um die Sitzfläche, den Seitenteil und die Rückenlehne zu beziehen.
      Folgende Methoden haben nicht, oder zumindest nicht zufriedenstellend, funktioniert:
      - mit einer Feile oder Schleifpapier von hinten dünner feilen / schleifen
      - mit einem kleinen Bastelhobel (so ein Ding, wo eine Rasierklinge eingespannt wird)
      - Messer mit Abbrechklinge. Klinge ganz ausfahren und in einem flachen Winkel über die Rückseite ziehen
      - Nassrasierer (ohne Schaum und Wasser ;) )

      Sieger war am Ende ein einfaches Bastelmesser mit einer gebogenen Klinge (möglichst scharf)
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      Die Klinge auch in einem eher flachen Winkel ansetzen und wie mit einer Sense runde Schneidbewegungen ausführen. Dabei beherzt Druck geben, damit auch etwas abgeschnitten wird. Dabei aufpassen, dass man nicht zu beherzt vorgeht, sonst sieht das Leder bald so aus:
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      Am Ende bleibt (nach Sitzfläche und Rückenlehne) das übrig und kann entsorgt werden
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      Und hier nun der fertig bezogene Sitz. Auf den Kanten folgen noch, wie beim Rücksitz, Keder aus dünnem Evergreen-Profil. Das ist wahrscheinlich nicht ganz vorbildgetreu, aber irgendwie muss ich die Übergänge kaschieren...
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      Das wars mal wieder für heute. Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag :)

      Gruss,
      Urs
      Hallo Urs, als Keder verwende ich dünne Lederschnur. Gibt es in 0,5mm und verschiedenen Farben von diversen Anbietern. Habe letztens hier gekauft: smyks.de/product/lederschnur-g…tfarben-05-mm-50-m-5563/:
      Zum Ausdünnen von Leder gibt es auch mehr oder weniger gute Spezialwerkzeuge und lehrreiche Videos. Einfach als Suchbegriff mal skiving leather bzw. leather skiving eingeben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Oscar“ ()

      Ui was ist denn das für eine Webseite? Ist Lachsleder tatsächlich das was ich Denke? Das währe ja hauchdünn.

      Urs wie Dick ist denn Dein Leder? Zumindest im Autobau weden die Häute draufgezogen... Bei der Rückenlehne sicher möglich, dann währe die Kannte am hinteren eck. Das Sitzpolster hätte vermutlich 2 schnitte vorne nach unten...

      Du machst das schon. Die Rückbank ist ja schon Fertig.
      Hallo Freunde :)Nach langer Zeit kommt hier auch mal wieder ein Update. Einerseits bin ich in letzter Zeit nicht so häufig dazu gekommen, etwas am Delage zu machen und wenn ich mal Zeit gehabt hätte, hatte ich keine Lust. Die "Fortschritte", die ich euch heute präsentiere, waren auch nicht unbedingt dazu geeignet, die Lust am Bau wieder zu entfachen. Nachdem dieses Wochenende auch der Klarlack komplett in die Hose ging und ich beim Versuch, mittels Nasschliff und Politur, das ganze wieder auszubessern, an vielen Stellen wieder bis auf den Kunststoff durchgschliffen habe, wird der Delage definitiv in die Schachtel zurückverfrachtet und mal auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt... Wie es weiter geht, weiss ich im Moment noch nicht. Evt. starte ich mit einem neuen Modell (dann wüsste ich auch schon, mit welchem, verrate es euch aber noch nicht ) oder ich lege mal eine schöpferische Pause ein und konzentriere mich wieder etwas mehr auf mein anderes Hobby, die Fotografie. Wie gesagt, alles ist möglich...

      Nun aber zu dem, was alles gelaufen ist in den letzten 4 Wochen:

      Sam Eagle schrieb:


      Urs wie Dick ist denn Dein Leder? Zumindest im Autobau weden die Häute draufgezogen... Bei der Rückenlehne sicher möglich, dann währe die Kannte am hinteren eck. Das Sitzpolster hätte vermutlich 2 schnitte vorne nach unten...

      Du machst das schon. Die Rückbank ist ja schon Fertig.

      Das Leder ist ca. 0.3 bis 0.4 mm dünn. Aber an den Übergängen empfand ich es dennoch als zu dick. Deshalb habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, es noch etwas weiter auszudünnen. Der zweite Vordersitz ist mir auch einiges besser gelungen. Da habe ich nun die Sitzfläche, die Rückenlehne und die Rückseite der Rückenlehne alles in einem Stück gemacht und hatte dadurch das Problem nicht, dass es beim Zusammentreffen der Sitz- und Rückenfläche eine Spalte gab.
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      Dann wurden entgegen der Bauanleitung bereits der Unterboden und die Karosserie miteinander verbunden, damit ich die Zwischenräume noch vor der Lackierung spachteln konnte.
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      Am Motor wurde auch noch etwas weiter gemacht. Er ist definitiv nicht vorbildgetreu, da man ihn später aber ohnehin nicht mehr sehen wird, habe ich einfach so versucht, ihn etwas lebendiger zu gestalten.
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      Das Chassis wurde (fast) fertiggestellt. Dabei musste ich feststellen, dass es auch im Bereich der Vorderachse massiv unter Spannung ist, da auch hier die Vorderachse den Rahmen in der Breite um rund 1/2 cm zusammengezogen hat. Auch habe ich immer mehr das Gefühl, das Chassis sei massiv in sich verzogen und schief. Bei den Passproben habe ich aber die Karosserie immer relativ problemlos aufsetzen können, also kann es evt. auch einfach eine optische Täuschung sein... ?(
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      Das Dach wollte ich ursprünglich mit Taschentuch beziehen, habe mich dann aber dazu entschlossen, etwas anderes auszuprobieren. Dazu habe ich das Dach zunächst schwarz lackiert und anschliessend die gleiche Farbe mit extrem wenig Druck mit der Airbrush "aufgespuckt". Zum Abschluss bin ich noch mit Vallejo Matt Varnish darüber, von dort kommt auch der Grauschleier. Die erhabenen Stellen wurde zuvor mit Tamiya-Tape abgedeckt, damit der zu Beginn aufgetragene schwarz-glänzende Primer erhalten bleibt. Leider ist auch hier beim Abziehen des Tamiya-Tapes an vielen Stellen der Primer wieder mitgekommen. Da war ich bereits zu gefrustet, um das auch noch in Bildern festzuhalten.
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      Die Karosserie wurde lackiert. Hier sah alles noch ganz ok aus. Ein paar kleine Unsauberkeiten vom Maskieren waren zu sehen, die liessen sich aber problemlos mit dem Pinsel reparieren.
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      Am Freitag kam dann der Klarlack ins Spiel. Ich wollte nicht den 2K-Lack nehmen, da mir der zu glänzend gewesen wäre und ich wusste noch, dass ich kürlich mit einem anderen Klarlack ebenfalls ein sehr gutes Resultat erzielt hatte (irgendwo musste ich mal eine kleine Stelle ausbessern, wo rundum 2K-Lack war und nach der Ausbesserung war kein Unterschied festzustellen). Ich konnte mich nur nicht mehr erinnern, ob es Alclad Aqua Gloss war oder Vallejo Gloss Varnish. Da ich früher meisten den Vallejo-Varnish genommen hatte, habe ich mich hier auch wieder dafür entschieden. Der Auftrag ist mir dann aber überhaupt nicht gelungen. Er wurde rauh und unregelmässig (zum Teil relativ glatt mit extrem rauhen Einschlüssen). Heute habe ich nun versucht mit 3200er Micro Mesh das ganze etwas zu glätten, damit ich es anschliessend mit den Tamiya-Polituren wieder etwas glänzend hätte hinkriegen können. Dabei bin ich, wie bereits in der Einleitung erwähnt, mehrfach bis auf den Kunststoff durchgekommen, worauf mich die Lust, hier weiterzumachen, komplett verlassen hat. Der Delage ruht bereits wieder in der Schachtel und ist zurück ins Lager gewandert. Fotos sind dabei nicht entstanden, da ich das Modell einfach nur noch möglichst schnell ausser Sicht bringen wollte.

      Das war's von dieser Baustelle. Wann und wie es hier weitergeht, weiss ich noch nicht. Sicher ist nur, DASS es irgendwann weiter gehen wird.

      Ich wünsche euch allen einen schönen Ausklang des Wochenendes und anschliessend einen guten Start in die neue Woche.

      Gruss,
      Urs