Keine alte Fregatte

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      Keine alte Fregatte

      ......sondern Augusta Marie Luise Katharina von Sachsen-Weimar-Eisenach,Ehefrau Kaiser Willhelms I.Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen........

      Hier mit ihrem Mann Kaiser Wilhelm I. (Quelle Wikipedia)

      (* 30. September 1811 in Weimar; † 7. Januar 1890 in Berlin)

      ...........und Namensgeberin der Kreuzerkorvette Kaiserin Augusta an der ich schon seit Januar 2013 arbeite.





      Die Kreuzerkorvette Kaiserin Augusta wurde von 1890 bis 1892 mit der Baummer 53 auf der Germania Werft in Kiel gebaut.

      Bei einer Länge von rund 123 m und einer Breite von ungefähr 15,60 m betrug ihre Verdrängung ca.6300 t.

      Sie wurde von 3 stehenden 3zyl.3-fach Expansionsmaschinen mit zusammen rund 13000 PS
      angetrieben und erreichte damit eine max.Geschwindigkeit von 21,5 kn.Damit war Sie das schnellste Schiff der kaiserlichen Marine.

      Während ihrer Dienstzeit erfolgten des öfteren Umbauten die auch ihre Bewaffnung betrafen wobei die stärkste aus 12 Schnellfeuerkanonen 15 cm/L35,8 Schnellfeuerkanonen 8,8 cm/L30,und 4 Torpedorohren bestand.

      Lt.Gröner war sie alles andere als ein gutes Seeschiff,heftig schlingernd und stampfend,schwere See von vorn gefährdete die Back,ihre Abdrift durch Wind war erheblich,die Steuerung und Manövrierfähigkeit nur mittelmäßig.

      Bereits vor ihrer Indienststellung ,ohne die notwendigen Probefahrten absolviert zu haben,wurde sie zu den Jubiläumsfeierlichkeiten der Entdeckung Amerikas vor 400 Jahren nach dort entsand.
      Bei den Überfahrten stellte sich heraus das die Verbände und Bauteile zum Teil viel zu schwach waren und erheblich verstärkt werden mußten.

      Die Kreuzerkorvette war bis 1902 im Ausland,später Artillerieschulschiff. 1920 wurde sie in Kiel abgewrackt.

      Als 1989 die Mauer zwischen Ost-und Westdeutschland fiel wurden auch die Archive in Potsdamm,in denen die Russen alles was mit Militär zu tun hat verwahrten,geöffnet.

      Über Umwege fiel mir per Zufall :D ein Stapel DIN A4 Seiten,ungefähr zwei Daumen dick,in die Hände, sie entpuppten sich als Kopien eines Originalplans der Kreuzerkorvette Kaiserin Augusta.Neugierig wie Modellbauer halt sind wurde das Papier zu einem Plan zusammen geklebt und begutachtet.Dabei stellte sich heraus das eine ganze Menge " Plan"fehlte,zudem war der ehemals sehr große Plan beim Kopieren auf den damals noch ungenau arbeitenden Kopieren stark verzerrt worden.

      Ich habe den Plan nach bestem Wissen und Gewissen zusammen geklebt und im Copyshop kopieren lassen.
      Die Spanten waren unvollständig,nur als Halbspant dagestellt, und ebenfalls verzerrt.

      Nachdem alle eingescannt waren habe ich sie in tagelanger Arbeit zu ganzen Spanten zusammen gesetzt und in einen gemeinsamen Massstab umgerechnet.

      Aufgrund der Verzerrungen beim Kopieren und meinen eigenen Ungenauigkeiten beim Zusammensetzen kam das dabei heraus.

      Ein paar Spanten fehlten,alle anderen waren zu breit oder zu schmal.Es gibt einschlägige Literatur aus der ersichtlich ist welche Maße welches Schiff hat.Diese Maße wurden ins Zeichenprogramm eingestellt,die vorhandene Spanten ungefähr dort plaziert wo sie sein müssen,weil derCopyshop-Plan längst nicht diesen Maßen entsprach,und dann solange eine Kurve um die Spanden gelegt bis der Straak einigermaßen i.O. war.

      Nun konnten die fehlenden Spanten ausgemessen werden um sie dem Plan hinzuzufügen.

      Auf meinem PC habe ich sie dann in die richtige Form gebracht


      und mittels einer Prinziepskizze die Materialstärken festgelegt die ich verwenden wollte

      meine Rümpfe baue ich nie über Kopf sondern immer auf Kiel.
      Dieser Rumpf sollte etws anders werden als alle bisherigen,er sollte auf Höhe der Wasserlinie in Längsrichtung geteilt werden.






      Weil so´n teilbarer Rumpf nicht so stabil sein kann wie ein Vollrumpf habe ich ihn mit Kiefernleisten statt,wie bisher,mit Balsaleisten beplankt.
      Hier ist er schon auseinander genommen und am Unterteil teilwese mit einem Süllrand versehen.



      Gespachtelt und geschliffen.
      Die schwarze Linie dient als Kontrast damit ich den Straak der Rumpfteilung besser sehen und überprüfen kann.








      Wellen mit Kugellager baue ich prinzipiell selbst









      Fortsetzung folgt
      Ich bin da auch dabei, Holzarbeiten sind immer ne tolle und sehr Lehrreiche Sache, und das Vorbild passt genau in meine Lieblingsepoche... :)
      ^^ LG PATRICK ^^
      Rollout: VW T1 Kastenwagen "Jägermeister" 1/24 Revell
      Im Bau:Felixtowe F.2A von Roden in 1:72

      8o :coolman: :bowdown: :bowdown: :bowdown: :bowdown: :bowdown: :bowdown: :bowdown: :super: :super:
      Gruß vom Roland aus Ternitz/NÖ
      Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann,
      den Mut, Dinge zu ändern die ich ändern kann
      und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden

      ein gutes Wort verweilt vielleicht ein wenig, aber ein schlechtes geht nie wieder weg
      Da ich eh zurzeit nicht zum Bauen komme, schaue ich wenigstens anderen zu. Also hocke ich mich mal dazu und bin gespannt. Besonders, weil ich den Kreuzer noch als Kartonmodell bei mir liegen habe.
      Einen schönen Gruß aus Schläfrig-Holstein.
      Bernd

      "Wenn das Ihre Lösung ist, dann hätte ich gern mein Problem zurück!"
      Habe ich euch doch glatt vergesssen 8o
      Das kommt davon wenn man nur am Basteln ist.

      Im Rohbau ist der Rumpf längst fertig


      Die Motoren sind eingebaut



      Der Unterwasserrumpf lackiert,Muntzmetall Imitation



      ............und die Probefahrt absolviert






      Kohlenluken ins Einlegedeck




      Bullaugen werden eingeklebt




      ...................einige Ausrüstungsteile später...........

      ..............alle Teile zum abnehmen,nichts ist verklebt



      15 cmm werden gebaut







      8,8 cm werden gebaut







      Schiffchen fahren in Cloppenburg




      weitere Komplettierung,mit Laufbrücke Barring Scheinwerfertände,Oberlichter
      Im übrigen ist der Unterwasserrumpf jetzt fertig lackiert.Beim Original wer er mit Muntzmetall beschlagen,dem Vorläufer von Messing.
      Der dunkle Streifen Oberhalb der Wasserlinie ensteht durch die Oxydation zwischen Muntzmetall und Salzwasser,hier ein Probestück das sich eine Nachlang in Salzwasser befand



      Was Du da bisher zusammen gebaut hast ist große Klasse. :thumbup: Sind die Kanonenrohre selbst gedreht?
      Einen schönen Gruß aus Schläfrig-Holstein.
      Bernd

      "Wenn das Ihre Lösung ist, dann hätte ich gern mein Problem zurück!"
      Sauber gebaut, und dann noch ein so seltenes Vorbild. Einfach schön anzusehen. :thumbup: :coolman:
      Einen schönen Gruß aus Schläfrig-Holstein.
      Bernd

      "Wenn das Ihre Lösung ist, dann hätte ich gern mein Problem zurück!"