Douglas A-20 Turbinlite - Matchbox + scratch-Umbau 1/72

      Douglas A-20 Turbinlite - Matchbox + scratch-Umbau 1/72

      Die Helmore / GEC Turbinlite war ein britischer Douglas Havoc Nachtjäger, ausgerüstet mit einem 2.700 Millionen Candela (2,7 Gcd) Suchscheinwerfer in der Nase während des ersten Teils des Zweiten Weltkrieges und in der Zeit von der Luftschlacht um England. Die Havoc wurde, um feindliche Flugzeuge in der Dunkelheit der Nacht zu entdecken, durch Bodenradar und einem eigenen Bordradar geführt. Einfliegende feindliche Bomber wurden nach dam Aufspüren mit dem starken Scheinwerfer in der Flugzeugnase angestrahlt, um sie für die Hurricane- und Defiant-Nachtjäger, die neben der Turbinlite herflogen, sichtbar zu machen. Blenheim Nachtjäger waren aufgrund ihrer geringeren Geschwindigkeit oft nicht in der Lage, die deutschen Bomber zu bekämpfen. Die Praxis zeigte schnell, daß dieses Verfahren kaum Erfolge erzielte, da die Turbinlite selbst häufig Opfer von feindlichen Nachtjägern wurde. Es gab kurzfristig auch eine Turbinlite-Version von der DeHavilland Mosquito, aber auch sie konnte nicht überzeugen. Die Einführung verbesserter Nachtjäger mit eigenem Radar verdrängte schnell die Turbinlite Anfang 1943 aus dem Dienst.

      Insgesamt wurden 31 Havoc I mit dem 2.700 Mio. candela (2.7 Gcd)-Scheinwerfer in der Flugzeugnase umgebaut.


      von Spooky gelöscht wegen unklarer Rechtesituation


      Ausgangsmodell für meine Turbinlite war der MATCHBOX-Kit, da ich den noch im Keller herumliegen hatte. Nach einem kurzen "Eignungscheck" wurde der Bausatz als tauglich befunden.



      Die MG-Nase wurde kurzerhand ausgeschnitten und ein Suchscheinwerfer Marke Eigenbau eingepasst. Dabei wurde viel mit dickerem Alu einer Grillschale umgesetzt. Dann mußte der Drehturm in der hinteren Rumpfsektion weichen und wurde in den verglasten Waffenstand früher A-20 Versionen zurückversetzt. Ein Manko des Matchbox-Kits ist die primitive bis komplett fehlende Inneneinrichtung, weshalb Cockpit und Waffenstand eine Ausstattung per scratch erhielten. Die Höhenruderklappen wurden ausgeschnitten und leicht abgekippt wieder angeklebt. Die Motoren des Bausatzes sind komplett falsch, weshalb ich erst mal die Getriebegehäuse in die richtige Form schliff, die Stösselstangen hinzufügte und die Zündkabel aus Draht anklebte. Da sie relativ tief in den Gehäusen sitzen kann man von den Motoren eh nicht viel sehen, weshalb ich weitere Berichtigungen für unnötig erachtete. Die Verglasungen fertigte ich im Tiefziehverfahren neu an, da die Matchbox-Kanzel viel zu dick ist. So konnte ich auch die Pilotenkanzel geöffnet darstellen, da sich das dünne Plastik leicht mit der Schere schneiden lässt. Auch der Heckstand konnte so geöffnet werden. Die Reifen des Bausatzes sind viel zu glatt und zu rund. Ich schliff deshalb erstmal die Lauffläche etwas planer und gravierte das Profil der Haupträder ein. Mit einem Feuerzeug erwärmte ich die Standfläche und drückte sie auf einem Metalllienal ein wenig flach. Natürlich mußten auch Rumpf und Tragflächen nachgraviert werden, da die Gravuren des Bausatzes falsch, zu wenig und teilweise erhaben sind. Letztendlich fertigte ich alle Antennen und klebte sie an ihren Platz. Lackiert wurde mit Revell wasserlöslichen Farben, wobei ich Teerschwarz und Schwarz matt verwendete. Für einen schwarzlackierten Nachtjäger waren die Turbinlite auffällig bunt. Die gelben Flügelnasen dienten der Freund-Feind-Erkennung, ebenso wie die britischen Kokarden, die an den Rumpfseiten mit einem dicken gelben Rand umrahmt waren. Die Tragflächenhinterkanten wiesen oben wie unten weiße Streifen auf, die den einmotorigen Jägern als Formationshilfe dienten. Die anderen Kennzeichen waren in rot ausgeführt. Dank Taperband bei der Umsetzung im Modell eine lösbare Aufgabe.

















































































      Thanks for watching - Danke für's Anschauen.

      Die kleinsten Dinge machen immer die größte Mühe ! (Oskar Wilde)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Spooky“ ()

      intressante Farbgebung :whistling: :00008185: toller Umbau :yes: :thumbsup: :dafuer:
      Gruß vom Roland aus Pernitz ;) /NÖ
      Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann,
      den Mut, Dinge zu ändern die ich ändern kann
      und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden

      ein gutes Wort verweilt vielleicht ein wenig, aber ein schlechtes geht nie wieder weg
      Ein tatsächlich interessanter Vogel !
      Ähnliches gab's deutscherseits mit der "Spanner-Anlage", dort aber Infrarot (weniger Auffällig, aber auch nur "begrenzt Erfolgreich...).
      Als Basismodell hätte sich wohl eher der Revellkit der Boston angeboten , da sind passsender Abwehrstand etc. enthalten!
      Zwei Worte werden dir im Leben so manche Tür öffnen : Ziehen und Drücken :00008359:

      albatros32 schrieb:

      Ein tatsächlich interessanter Vogel !
      Ähnliches gab's deutscherseits mit der "Spanner-Anlage", dort aber Infrarot (weniger Auffällig, aber auch nur "begrenzt Erfolgreich...).
      Als Basismodell hätte sich wohl eher der Revellkit der Boston angeboten , da sind passsender Abwehrstand etc. enthalten!


      Nichts gegen den Revell-Bausatz - aber den von Matchbox hatte ich halt noch rumliegen . . .

      Ja, die Spanner-Anlage war auch eine interessante Geschichte. Würde sich ja fast anbieten, da eine Deutsche Maschine der Havoc gegenüberzustellen :rolleyes:


      Die kleinsten Dinge machen immer die größte Mühe ! (Oskar Wilde)
      für den Fall dass wen intressiert :whistling: derzeit bei MBK unter den Restposten :thumbup: :00008185:
      Gruß vom Roland aus Pernitz ;) /NÖ
      Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann,
      den Mut, Dinge zu ändern die ich ändern kann
      und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden

      ein gutes Wort verweilt vielleicht ein wenig, aber ein schlechtes geht nie wieder weg