Scratchnachbau der Anlagenteile für meine Tourfahrzeuge

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      Scratchnachbau der Anlagenteile für meine Tourfahrzeuge

      Hallo Modellkollegen,
      auf Grund der enthusiastischen Begrüßung mit dem Wunsch nach mehr Futter habe ich mich entschlossen, diesen Baubericht, der eigentlich beim Wettringer eingestellt ist, hier doppelt anzulegen.

      Doch zunächst ein wenig Hintergrundwissen.
      Ich bin seit 20 Jahren nebenberuflich als Countrymusiker auf Tour.
      Dazu habe ich ein 2. Fahrzeug, da man irgendwann nicht mehr alles im Golf transportieren konnte.

      Den VW-Bus T3 habe ich nur kurz in der Zeit von 04.2001 bis 08.2002 gefahren.
      Zwischenzeitig war von 2002 – 2008 ein Dodge Ram 250 in Gebrauch.
      Bis heute ist der Chevy G20 (Bj. 1993) mein treuer Packesel auf Tour.

      Irgendwann hat sich bei mir der Gedanke festgesetzt, meine Fahrzeuge als Modell zu bauen.

      Doch was wäre ein Tourfahrzeug ohne Ladung?

      Hier beginnt nun also mein Baubericht für die Ladung der anstehenden Projekte VW-Bus T3 und Chevy G20.
      Da der Bau der benötigten Teile in Scratchbauweise etwas umfangreicher wird, habe ich den Bericht vom Baubericht T3 abgekoppelt.
      Natürlich hätte ich einfache 08/15-Boxen bauen können, aber das war nicht mein Anspruch.
      Es sollte genau die Anlage sein, die ich auch verwendet habe, auch wenn das erheblich mehr Arbeit und Zeitaufwand nach sich zieht.

      Also wird für 2 Fahrzeuge die Ladung benötigt.
      Als da wären die Lautsprecheranlage, die Gitarrenkoffer, diverse andere Transportcases und die Lichtanlage.
      Da in der Anfangszeit die Anlage noch nicht ganz so umfangreich war, ist für den T3 etwas weniger zu bauen. Deshalb auch die an einigen Stellen etwas ungerade Anzahl von Teilen.

      Da ich schon ein wenig mit dem Bau im Gange bin, gibt es deshalb zu Anfang eine Flut von Bildern von der Entstehung der ersten Teile, um euch auf meinen momentanen Baustand zu bringen.

      Nun genug der Vorrede!

      Los geht es mit der Lautsprecheranlage.
      Ich benutze eine Anlage von Bell mit V2-Topteil und V5SL-Subbass.
      Benötigt werden 4 Bässe, 4 Tops und 4 Stativstangen dazu.

      Da die Boxen von Bell ein ziemlich zerklüftetes Äußeres haben, konnte nur Schicht um Schicht aufgebaut werden.
      Benutzt wurde 0,3mm, 0,5mm und 1mm Feststyrol und 3mm Schaumstyrol.
      Zunächst Schaumstyrol als Kern etwas größer als benötigt.

      Bild 01.jpg

      Nun die Oberseitenkontur auf eine Platte geklebt und danach zusammen ausgeschnitten.

      Bild 02.jpg

      Die Oberplatte auf den Grundkopus geklebt, ein 1mm Rundstab zum Unterfüttern und die Griffmulden mit Rundprofil dazugefügt.

      Bild 03.jpg

      Jetzt wurde zum ersten Mal der Korpus winklig auf Maß geschliffen.
      Danach wurden die Seitenplatten gefertigt und verklebt.
      Und wieder auf Maß schleifen.
      Hier habe ich schusseligerweise die Fotos von diesem Bauschritt vergessen.

      Nun kamen die Profile für Vorder- und Rückseite dran.
      Auch wieder auf eine Platte geklebt.
      Vor den Auseinanderschneiden wurden mit Hilfe einer Schablone die Löcher für die Bassöffnungen an der Vorderseite und die Verschraubungslöcher und Anschlußbuchsen an der Rückseite gebohrt.

      Bild 04.jpg

      Hier nun die fertigen Vorder- und Rückwände.

      Bild 05.jpg

      Vor dem Verkleben mit dem Korpus wurden Pärchen zugeordnet und mit einer weiteren Schablone die Löcher für Griffstangen gebohrt.

      Bild 06.jpg

      Nach dem Verkleben und erneuten auf Maß schleifen wurden noch die Standschienen an der Unterseite und die Stativaufnahme auf der Oberseite angebracht.
      Und so sehen die Bassboxen aus, während sie auf die Fertigstellung der Tops warten, um gemeinsam ein Farbbad zu nehmen.

      Bild 07.jpg

      Der Bau der Tops erfolgt auf Grund der Bilderanzahl in nächsten Tread.
      Viele Grüße
      Willie

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      Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.


      Im Bau : Chevy G20 Van (Bau nach realem Vorbild)
      Beim Bau der Tops wurde es noch etwas frickeliger.

      Auch hier zu Beginn wieder ein Schaumstyrolkorpus, eine Halbröhre als Griffschale und ein 1mm Rundstab zum Unterfüttern.

      Bild 08.jpg

      Die Einzelteile der Rückwand konnten nur fixiert auf der Schneidplatte unfallfrei mit den Ausschnitten versehen werden.

      Bild 09.jpg

      Hier nun die jeweils 3 Einzelteile der Rückwände …

      Bild 10.jpg

      … und die Ansicht nach dem verkleben.

      Bild 11.jpg

      Bild 12.jpg

      Nun wurden die Ober- und die Rückseite auf Maß geschliffen.

      Bild 13.jpg

      Das Schleifen der Seiten war wieder etwas nervenaufreibend, das sich die Gehäuse nach hinten verjüngen.

      Bild 14.jpg

      Um mir die Arbeit mit den entgültigen Oberseiten etwas einfacher zu machen, habe ich Styrolstreifen auf eine Platte und diese dann auf die Oberseite verklebt.
      Nach dem Schleifen haben sich dann die kleine Dreiecke ergeben.

      Bild 15.jpg

      Bild 16.jpg

      Vor den Verkleben der Unterseiten wurde der bis hierhin entstandene Korpus zunächst auf ein einheitliches Höhenmaß getrimmt.

      Bild 17.jpg

      Bild 18.jpg

      Nun waren die Seitenteile an der Reihe.
      Wieder aus 2 Einzelteilen gefertigt.

      Bild 19.jpg

      Angeklebt und verschliffen.

      Bild 20.jpg

      Die entgültigen Frontplatten wurden aus 3mm Feststryrol gefertigt, verklebt und verschliffen.

      Bild 21.jpg

      Die Rahmen der Front, die Stativaufnahmen und die Standschienen wurden angebracht.
      In die Stativaufnahme kam dann ein Draht als Lackierhalter.

      Bild 22.jpg

      Und nun wieder endlos Schleifen, damit die Tops ihre entgültigen Rundungen bekommen.

      Die Bohrungen für die Haltestangen konnten auf Grund der Verjüngung des Gehäuses erst nach dem entgültigen Zusammenbau angebracht werden, damit die Bohrlöcher auch exakt gegenüber liegen.
      Also Durchbohren und die Löcher von außen wieder mit einem winzigen Stückchen 1mm Rundstab verschließen.
      Die Bohrungen für die Anschlußbuchsen und Flugösen wurden auch gleich angebracht,
      Und so sah es dann aus.

      Bild 23.jpg

      Jetzt stand das Lackieren an.
      Das Gehäuse hat Aqua Color seidenmatt Dunkelgrau bekommen.
      Nach dem Lackieren wurde die Front bemehlt.

      Bild 24.jpg

      Nach dem Trocknen bekam die Front Aqua Color seidenmatt Anthrazit und ein Bell-Logo verpasst.
      Und das ist das Ergebnis:

      Bild 25.jpg

      Bild 26.jpg

      Im nächsten Tread geht es dann um die Stativstangen und die Zusammenführung der Boxen.
      Viele Grüße
      Willie

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      Im Bau : Chevy G20 Van (Bau nach realem Vorbild)
      Von der Stativstange habe ich nur ein Baufoto, da es sich nur um vergleichsweise wenige Einzelteile handelt.

      Eine 2mm Rundstange mit einem Ausziehstück in 1mm rund.
      Um dem Wahnsinn etwas Einhalt zu gebieten, habe ich jedoch auf die Ausziehfunktion verzichtet. :D
      Als Arretierungsknöpfe kamen gekürzte Stecknadelköpfe zu Einsatz.
      Die Verdickung unter den Knöpfen wurde mit Schrumpfschlauch nachgebildet.
      Am Fuß der Stange sitzt normalerweise ein Gewinde, um sie mit der Bassbox zu verschrauben.
      Ich habe für die Verbindung ein Stück Federdraht benutzt.
      Er dient gleichzeitig als Lackierhalter und wird erst nach dem Farbauftrag gekürzt.
      Hier die Ansicht vor der Lackierung.

      Bild 27.jpg

      Vor der Zusammenführung haben die Bassboxen und die Tops noch ihre Griffstangen in Form von schwarz ummanteltem Schaltdraht in 1mm Stärke erhalten.

      Und hier nun links das Original mit Kopie und rechts der Nachbau in Nahaufnahme.

      Bild 28.jpg

      Leider habe ich auch erst auf den Fotos festgestellt, dass ich mich mit den Lochgrößen der Bassfront etwas vertan habe.
      Da es aber nur im direkten Vergleich mit dem Original auffällt, habe ich auf eine Korrektur verzichtet.
      Dazu hätte ich die Fronten komplett neu machen müssen, da die Löcher zu eng zusammen sitzen. :S
      Viele Grüße
      Willie

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      Im Bau : Chevy G20 Van (Bau nach realem Vorbild)
      Jetzt kommen wir zu den Gitarrenkoffern.
      Es wurden 2 Yamaha- und 1 Waldenkoffer benötigt.
      Da sie in etwa die selben Abmessungen hatten, reichte ein maßstäblicher Computerausdruck zum Übertragen der Konturen auf 2 zusammengeklebte 3mm Schaumstyrolplatten.

      Bild 29.jpg

      Bild 30.jpg

      Nun war wieder Schleifen der Grobkontur angesagt.

      Bild 31.jpg

      Der Waldenkoffer benötigte noch einen „Buckel“ auf der Oberseite.

      Bild 32.jpg

      Bild 33.jpg

      Nach dem Verkleben des Buckels wurden die Koffer feingeschliffen und mit Scharnieren, Schlössern und Löchern für die Griffe versehen.

      Bild 34.jpg

      Die Yamahakoffer bekamen kleine Standfüße, die später schwarz gefärbt wurden.
      Einer davon diente als Lackierhalter.

      Bild 35.jpg

      Der Waldenkoffer hatte Standfüße aus Metall. Diese wurden mit Stecknadelköpfen nachgebildet und der Koffer dazu mit den entsprechenden Bohrungen versehen.

      Bild 36.jpg

      Bild 37.jpg

      Alle Koffer haben zunächst die Grundfarbe mit der Gun bekommen.
      Da das Abkleben über die Scharniere nicht so recht klappen wollte, sind die Applikationsfarben freihand mit dem Pinsel aufgebracht worden.

      Und hier nun die Ergebnisse nach der Lackierung

      Bild 38.jpg

      Die Logos werden erst zusammen mit den Decals für den T3 gefertigt und nachträglich angebracht.
      Viele Grüße
      Willie

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      Im Bau : Chevy G20 Van (Bau nach realem Vorbild)
      Hallo Willie,

      das ist atemberauend gut geworden, RESPEKT. Man muss sich ja nur mal die Größe ( :) ) vorstellen, das Ergebnis ist mehr als perfekt.
      mit freundlichen Grüßen
      Wolfgang aus Köln

      KMF auf Facebook


      8o :coolman: SUUUUUUPERArbeit :thumbsup:
      Gruß vom Roland aus Pernitz ;) /NÖ
      Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann,
      den Mut, Dinge zu ändern die ich ändern kann
      und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden

      ein gutes Wort verweilt vielleicht ein wenig, aber ein schlechtes geht nie wieder weg
      echt klasse, kommt richtig gut :thumbup:
      :sleeping: In der Ruhe liegt die Kraft, also hab ich die meiste Kraft, wenn ich nichts damit anfangen kann.. im Schlaf :sleeping:

      Es grüßt der Tom aus der Eifel :)
      Hallo Frank,
      Jawoll, da haben die geschludert! :thumbsup:

      Aber weiter im Text.

      Als nächstes stand die Beleuchtung auf dem Arbeitszettel.

      Hier waren zu bauen:
      Lampengehäuse (Tube)
      Scheinwerfereinsatz
      Farbfilterrahmen mit Splitterschutzgitter
      Haltebügel
      Traverse (T4-Bar)
      Ständer

      Los ging es mit dem Farbfilterrahmen.
      Zunächst 5mm Löcher mit einem Locheisen in ein 0,3er Shet gestanzt.

      Bild 39.jpg

      Dann die Aussenränder beschnitten. Das geht in dieser Reihenfolge besser als anders herum.
      So sitzen die Löcher exakt mittig.
      Hier ist auch das Gitterrohmaterial zu sehen. Gazerest eines Fliegengitters fürs Fenster.

      Bild 40.jpg

      Aufgeklebt und zurechtgeschnitten sind die Farbfilterrahmen fertig.
      Normalerweise ist der Rahmen ein dünnes gefaltetes Blech, zwischen dem die Folie eingeklemmt wird, und der von 4 Haltern am der Tube befestigt ist.
      Diese Halter habe ich mir dann doch erspart.
      Hier wird später ein Stückchen originale Farbfolie direkt auf den Einsatz und der Rahmen davor geklebt.

      Bild 41.jpg

      Bild 42.jpg

      Weiter ging es mit den Scheinwerfereinsätzen.
      Zunächst wurden aus einer Styrolröhre mit Aussenmaß 7mm Scheibchen vom 3mm abgeschnitten.
      Da es die Rundstäbe nur bis 4,5mm gibt, wurden aus einem Holzrundstab 5mm Scheiben von 1mm abgetrennt und in die Hohlscheiben geklebt.
      Dort hinein kommt später eine Scheibe Aluklebeband als Reflektor und darüber die Farbfilterfolie.
      Dass ich die Innenscheiben auch aus Styrol hätte ausstanzen können, ist mir erst später in den Sinn gekommen!

      Bild 43.jpg

      Nun wurden aus aus einem Holzrundstab 6mm die Tuben gefertigt.
      Zur Arbeitserleichterung wurde zunächst das Stabeende an der Schleifmaschine abgerundet und erst dann auf eine Länge von 6mm abgetrennt.

      Bild 44.jpg

      Nun die Tuben mit Ponal auf die Scheinwerfereinsätze geklebt.

      Bild 45.jpg

      Nun wurden aus einem Styrolstreifen 1x2mm die benötigte Anzahl 20mm-Stücke herausgetrennt und die Knickkanten markiert.

      Bild 46.jpg

      Ein erster Biegeversuch mit der Heissluftpistole ging gründlich daneben.
      Ehe das Material in der Mitte weich wurde, hatten sich schon die Enden aufgewellt.

      Bild 47.jpg

      Für den 2. Versuch habe ich ein Stück Altmetall auf 6mm Breite abgeschliffen.
      Dort wurden die Streifen quer mit Tape aufgeklebt und in eine Tasse gestellt.
      Dann kochendes Wasser dazu und nach ca. 3 Minuten ließen sich die Enden des 1. Halters sauber biegen.
      Da das Metall einen guten Teil der Hitze speichert, gingen die weiteren Teile sogar noch etwas schneller.

      Bild 48.jpg

      Bild 49.jpg

      Der Rest bis zum 90° Winkel wurde dann frei Hand nachgebogen.
      Und hier alle Halter nach dem Wärmebad.

      Bild 50.jpg

      Damit alle Halter die gleichen Abmessungen haben, wurde aus 2 zusammengeklebten Schaumstyrolplatten 3mm eine Lehre für das Ablängen und Lochbohren angefertigt.

      Bild 51.jpg

      Nun die Befestigungslöcher für die Tuben gebohrt.

      Bild 52.jpg

      Eine provisorische Verbindung mit Draht zum Überprüfen der Abmessungen für die Traverse.

      Bild 53.jpg

      Aus einem 2x2mm Stab wurden die Traversen geschnitten und als Abstandhalter und Befestigungsnachbildung 2mm Scheiben aus einem Stück Sheet ausgestanzt.
      Die Traversen wurden mit durchgehenden Bohrungen 0,8mm versehen und einer 1mm Teilbohrung für den Verbindungszapfen, der gleichzeitig wieder als Lackierhalter dient und später abgelängt wird.

      Bild 54.jpg

      Da es beim Handbohren schnell passiert, das man aus der Flucht kommt und schief bohrt, habe ich eine etwas andere Technik angewendet.
      Zuerst die 2mm Scheibchen mittig mit 0,8mm gebohrt.
      Dann einen alten Bohrer durch das Loch in der Traverse gesteckt.
      Ein Scheibchen auf den Bohrer, Kleber dazwischen und zusammengeschoben.
      Damit sitzen die Bohrungen exakt übereinander.
      Dann den Bohrer nach unten herausziehen und die weiteren 3 Scheiben derselben Seite verklebt.
      Nun einen Tag aushärten lassen und das gleiche Verfahren für die andere Seite der Traverse durchführen.
      Zum Abschluß einen 1mm Rundstab als Zapfen eingeklebt und fertig war die Traverse.
      Leider habe ich davon nur das Abschlußfoto gemacht.

      Bild 55.jpg

      Nun noch alles zusammen auf die Wartebank fürs Lackieren.
      Aber erst müssen noch die Stative gefertigt werden.

      Bild 56.jpg
      Viele Grüße
      Willie

      Man ist niemals zu alt, um Neues zu lernen.
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      Im Bau : Chevy G20 Van (Bau nach realem Vorbild)
      Hallo Leute,
      herzlich willkommen auf meiner Frickelbaustelle.
      Es freut mich, wenn es Euch gefällt.

      Aber wir sind noch nicht fertig für heute!

      Hier nun meine Vorgehensweise zum Bau der Stative.

      Es werden 3 Stative gebaut.
      2x im Transportzustand und 1x im Aufbauzustand.

      Zunächst habe ich mit Corel Draw eine maßstäbliche Zeichnung erstellt.

      Bild 57.jpg

      Dann wurden die benötigten Einzelteile zurechtgeschnitten.
      Hier nur provisorisch zusammengesteckt.

      Bild 58.jpg

      Damit die Standbeine für den Aufbauzustand gleichmäßig werden, habe ich mir wieder eine kleine Lehre gefertigt.
      Damit das U-Profil nicht zur Seite kippt, wurde es an einem Stück 2mm- Sheet fixiert.
      Damit das Stückchen Federdraht im richtigen Winkel mitten im Profil sitzt, habe ich ein Stück 0,75er Sheet mit einer Nut gemäß Zeichnungswinkel versehen und darin liegend den Draht fixiert.
      Nun das Ende des Drahtes in der angezeichneten Mitte des U-Profils verkleben und darauf achten, dass die beiden Sheetstücke parallel liegen.
      Verklebt wurde auf Grund der unterschiedlichen Materialien mit 2k-Kleber.

      Bild 59.jpg

      Hier ein fertiger Aufbaufuß….

      Bild 62.jpg

      …. und ein fertiger Transportfuß.

      Bild 63.jpg

      Um die Füße sicher anzubringen, wurden nach dem Verkleben der unteren Fußhalterung 0,5er Löcher für das Drahtende gebohrt.

      Bild 61.jpg

      Die obere Fußhalterung bekam an der unteren Seite eine Kehlung.

      Bild 60.jpg

      Die Halterung wurde erst nach dem Verkleben der Füße über dessen obere Enden geschoben und mit 2k-Kleber fixiert.
      Die oberen Enden der Füße wurden dafür vorher etwas schräg angeschliffen.

      In die obere Fußhalterung und das obere Abschlussstück des unteren Rohres wurden 0,8er Löcher gebohrt und die aus abgeschnittenen Stecknadelköpfen gefertigten Verriegelungen eingesetzt.

      Und hier nun das Ergebnis. Bereit zum Lackieren.

      Bild 64.jpg
      Viele Grüße
      Willie

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      Im Bau : Chevy G20 Van (Bau nach realem Vorbild)
      Während die Einzelteile der Scheinwerfer im Keller vor sich hintrocknen, hatte meine Frau einen Kommentar parat: „Ich hoffe, das die Traversen dann auch farblich markiert sind.“
      Dazu muss man wissen, dass ich z.Z. 2 Traversen benutze.
      Eine bestückt mit Punktstrahlern (Spot) und eine bestückt mit Breitstrahlern (Wide Flood).
      Zur schnellen Unterscheidung sind die Traversen rot und blau markiert.

      Bevor die nächste Frage nach den Anschlusskabeln kommt, habe ich mich nach dem Lackieren an die Herstellung gemacht.

      Los ging es mit den Schukosteckern.
      Ein schwarzer Gießastrest 3mm wurde am Ende etwas rund geschliffen und mit einer 1mm Bohrung versehen.
      Dort wird dann das Kabel eingeklebt.
      Das Kabel besteht aus einer schwarzen Ader eines alten ISDN-Kabels.

      Bild 65.jpg

      Das so gefertigte Ende wurde mit einer Ätzteilsäge abgetrennt.
      Da ich meine Schneidplatte nicht mit Sägekerben überziehen möchte, benutze ich als Unterlage zum Sägen alte Zeitungen.
      Ein Großbuchstabe wurde dann als gleichmäßiges Sägemaß benutzt.

      Bild 66.jpg

      Das abgeschnitte Ende wurde plangeschliffen und mit 2 0,5mm Bohrungen für die Kontakte versehen.
      Das ist schon hart an der Grenze, was noch mit den Fingern ohne Hilfsmittel festgehalten werden kann.

      Bild 67.jpg

      Nun wurden mit Sekundenkleber als Kontakte 0,5er Federdraht und das Kabel eingeklebt.

      Bild 68.jpg

      Anschließend wurde auf die Kabelenden mit Schrumpfschlauch die Kabelklemme aufgebracht, mit der das Kabel am Lampengehäuse fixiert wird.

      Bild 69.jpg

      Und da ich nun schon einmal dabei war, wurden auch gleich noch ein paar Zusatzstromkabel angefertigt.

      3er-Steckdosen und ein Verlängerungskabel.
      Natürlich sauber aufgewickelt und mit Klettband fixiert (wie sich das gehört).

      Bild 70.jpg

      Für die Schukokupplung am Verlängerungskabel wurde ein Stück schwarzer 4mm-Gießastrest mit einer 3mm-Bohrung versehen. Die Kabelseite wie gehabt.

      Für die 3er-Steckdosen habe ich einen Rest 3mm-Sheet mit 3mm-Bohrungen versehen und ausgeschnitten.
      Ein Bohrer hat ja keine gerade Spitze, deshalb wurden die Bohrungen mit einem Uhrmacherschraubendreher „nachgebohrt“.
      Dadurch hat die Bohrung eine plane Grundfläche erhalten.
      Zwei Löcher 0,5mm und ein Kabel mit einem Stecker aus einem weißem Gießastrest und fertig ist die 3er-Steckdose.
      Für den Kontrast wurden die Bohrlöcher einfach mit einer 0,5er Bleichstiftmie nachgedreht.

      Dies ist ein Beispiel, warum man verschiedenfarbige Gießastreste in verschiedenen Stärken immer schön bunkern sollte.
      Man spart sich für solche Frickeleien das Lackieren. :thumbup:

      Damit bin ich nun beim aktuellen Baustand angelangt.

      Ich hoffe, dass die Bilderflut euch nicht erschlagen hat.
      Ab jetzt geht es dann regelmäßig weiter.
      Allerdings auch wieder langsamer und nicht derart komprimiert.
      Ich muss ja jetzt auch die Songs für mein Weihnachtsprogramm üben.
      Man spielt sie halt nur einmal im Jahr.

      Bis dann.
      Viele Grüße
      Willie

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      Im Bau : Chevy G20 Van (Bau nach realem Vorbild)
      Hallo Willie,

      topp, du hast einen neuen Fan :thumbsup:

      Stativ, Scheinwerfer und Kabel (trommel) könnte ich mir auch mal herstellen.
      mit freundlichen Grüßen
      Wolfgang aus Köln

      KMF auf Facebook


      Hallo Wolfgang,
      wenn du die Maßstabszeichnung für das Stativ haben möchtest, ist das kein Problem.
      Falls du kein Corel Draw hast, kannst du es auch als pdf bekommen.
      Viele Grüße
      Willie

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      Im Bau : Chevy G20 Van (Bau nach realem Vorbild)
      Hallo Willie,


      vielen Dank für das Angebot. Du kannst die pdf aber auch als Datei hier hochladen (wie die Fotos), dann hätten alle was davon. So super wie das gemacht ist, bin ich mir sicher, dass es noch weitere dankbare Abnehmer geben könnte.

      Als PN nehme ich die natürlich auch gerne :)
      mit freundlichen Grüßen
      Wolfgang aus Köln

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      Hallo Wolfgang,
      mach ich doch gern.
      Ich habe schon soviel von anderen Modellbauern gelernt, dass ich auch gern mein Wissen weitergebe.

      Hier also die pdf mit der Maßstabszeichnung, Bemaßung und Foto des fertigen Statives.
      Viel Spaß beim Nachbau!

      Scheinwerferstativ im Maßstab 1_25.pdf
      Viele Grüße
      Willie

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      Im Bau : Chevy G20 Van (Bau nach realem Vorbild)
      Hallo Dirk,
      klar wäre es möglich, hier noch eine SMD einzubauen.
      Anstelle des Reflektors passt locker eine SMD rein.
      Die Tube schräg durchbohrt könnten die Anschlusskabel mein Blindkabel ersetzen.
      Ist bei mir aber nicht vorgesehen, da einige Teile später schon im Fahrzeug, andere noch davor sind.
      Für dein Bühnendio im Betrieb wäre es aber sinnvoll.

      Es würde mich freuen, mein Stativ auf deiner Bühne zu sehen.
      Viele Grüße
      Willie

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      Im Bau : Chevy G20 Van (Bau nach realem Vorbild)
      Hallo Wolfgang,
      ein Präzisierung noch, die ich in der Beschreibung vergessen habe.
      Das obere Anschrägen der Beine muss auf der Innenseite erfolgen, damit die Beine richtig am Rohr anliegen und die obere Schelle darüberpasst.

      Viel Spass beim Nachbau.
      Viele Grüße
      Willie

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      Im Bau : Chevy G20 Van (Bau nach realem Vorbild)
      He ganz große Klasse deine Anlage.
      Ich fahre ja selber auch mit sowas herum beim Auflegen (NOVA 360) und da finde ich die Detaillierung echt super von dir.
      Einfach toll!
      Rock on!
      Bis demnächst, Erich aus Wien :thumbsup: