Tiefenschärfe

    Ihr Zugriff auf dieses Thema wurde eingeschränkt. Insgesamt gibt es 49 Beiträge in diesem Thema.
    Um sie alle lesen zu können müssen Sie sich vorher anmelden oder registrieren oder freischalten lassen.

      Tiefenschärfe

      Tiefenschärfe

      So dann will ich mal den Anfang machen
      und über Tiefenschärfe schreiben. nerd-squared

      Gerade beim Präsentieren der Fertigen
      Modelle oder Nahaufnahmen ist es doch am schönsten wenn möglichst
      viel in Fokus ist.

      Um Diesen Effeckt zu erzielen muss man
      die Blendeneinstellungen verändern.

      Im Aperture Priority Modus der Kamera
      (aber auch im Voll Manuellen = M) kann man die Blende selbst
      bestimmen. Im Modus A (Av bei Canon) bestimmt man die Blende und die
      Kamera entscheidet dann wie schnell das Foto geschossen wird,
      (shutter speed).





      Hier habe ich mal einen Versuch
      aufgebaut mit drei Objekten die hintereinander aufgebaut sind.



      Ein Foto zeigt bei Blende F1.8 wie
      klein die Tiefenschärfe ist, nur ein Objekt ist im Fokus.

      bored-squared

      Das gleiche Bild mit F22

      love-squared

      Hier sind alle Objekte im Fokus, ebenso
      der Vorder und Hintergrund. Allerdings ist dann der Shutterspeed viel
      langsahmer, hier z.B. 25Sek. Dafür wird ein Stativ benötigt, oder
      die Kamera irrgendwo abgestellt.

      Bei einer F Nummer wie etwa 1.8 Sind
      die Aperture Blades im Objektiv (schwarze Lamellen) ganz offen und
      viel Licht kann auf einmal auf den Sensor treffen, deshalb ist die
      Auslösezeit der Kamera viel kürzer als z.B. Bei F22 wo die Lamellen
      fast komplett schliessen und nur noch ein kleiner Punkt Licht auf den
      Sensor durchlässt. Dementsprechend länger oder stärker muss die
      Belichtung sein um ein genau so helles Bild zu erreichen.

      Das selbe gilt auch bei Makros, hier
      eine Makro Aufnahme vom Mittleren Objekt mit Blende 2.8 Der
      Fokubereich ist gerade mal ein paar Millimeter tief.

      cry-squared

      Auf dem nächsten Bild der gleiche
      Ausschnitt allerdings bei Blende F64.

      kiss-squared

      Wieder ist die Auslösezeit der Kamera
      viel länger. Verkürzen kann man diese in dem man den ISO Wert
      erhöht oder mehr Licht aufs Motiv richtet. Letzteres würde ich
      bevorzugen falls kein Stativ vorhanden ist.

      Hier noch ein Youtubevideo zum Thema:


      So ich hoffe das hilft dem einen oder anderen, eventuell gibts auch noch ergänzungen von anderen Usern, die weitere Tipps haben zur Tiefenschärfe.

      Grüss euch wacky-squared
      klingt interessant, gerade für die Präsentation und tolle Gallariefotos gut zu wissen :)
      :sleeping: In der Ruhe liegt die Kraft, also hab ich die meiste Kraft, wenn ich nichts damit anfangen kann.. im Schlaf :sleeping:

      Es grüßt der Tom aus der Eifel :)
      Klasse, das freut mich wenns weiterhilft.

      Eventuell könnte jemand ja ein Tutorial machen über Hintergründe und Beleuchtung von Modellen für die Gallerie? Da sind mir viele weit voraus....
      Oder ein Thema über Equipment dass ihr so hortet und verwendet? Ist bestimmt Interessant, da von Handy über Polaroid bis Vollformat wohl alles vertreten sein wird :thumbsup:
      Hallo MartiMart,
      ein gelungener Bericht, aber du sollest vielleicht für die "nicht Fotoaffine" Allgemeinheit die Werte wie z.B. f5,6 als Blende 5,6 und den Shuterspeed 125 als Belichtungszeit 1/125 erwähnen, damit kämen auch noch Analogfotografen (ja das gibt's noch) zurecht.
      Und nicht zu sehr auf die eigene Kamera fixiert aufbauen (Menues und Einstellungen) die sind heute bei den jeweiligen Herstellern so unterschiedlich, dass sich hier keine allgemein gültige Beschreibung erstellen lässt.

      LG Robert
      geh'd ned gibt's ned
      Nicht mehr, habe früher (bis vor ca. 8-9 Jahren) mit Kleinbild (24x36) und Mittelformat (6x6 cm) gearbeitet. Aber seit sich die Digitaltechnik in diesem Bereich doch recht positiv entwickelt hat, arbeite ich fast nur noch mit den Digitalen, nur in Ausnahmefällen greif ich noch zur analogen da ich die Filme selbst entwickle und vergrößere ist der aufwand doch sehr groß mit Bäder ansetzen und dem ganzen Drumherum was natürlich bei den Digitalen entfällt und die Weiterbearbeitung in Photoshop und Co. ist auch wesentlich einfacher als den ganzen Tag in der Dunkelkammer zu verbringen.
      Dennoch hat die analoge Fotografie für mich ihren Reiz nicht verloren, es ist halt die Bequemlichkeit die hier siegt. :rolleyes:

      LG Robert
      geh'd ned gibt's ned
      Ich finde das hast du sehr schön erklärt und ich hoffe es hilft ein paar Leuten weiter. Denn es gibt für mich nichts schlimmeres als ein schlecht Fotografiertes Modell, wo man nichts erkennen kann. Ok, vielleicht wollen das ja manche auch so :P also dass man nichts erkennt...
      Schena Gruaß aus Ingolstadt vom Flo
      Super Erklärt Martin. :thumbsup: Tiefenunschärfe kann aber auch Reizvoll sein. Stichwort Tilt and Schift...


      Quelle: img.weburbanist.com

      Nein es ist kein Modell... Es ist gesteuerte Tiefenunschärfe. Es gibt 2 Möglichkeiten. Digital und Analog Wucher Objektive. Also kann es auch im Modell Reizvoll sein...

      MartiMart schrieb:

      Robert, von analoger Fotografie verstehe ich leider nichts. Ich selbst kenne nur Nikon und ein wenig von Canon.

      Aber der Beitrag kann ja von anderen ergänzt werden die andere Systeme kennen.


      Der Unterschied zwischen analog und digital ist das Filmmaterial. Digital speichert auf entsprechenden Karten und analog auf entsprechenden Filmen.
      Ich glaube hier wird der Unterschied zwischen Spiegelreflexkamera und Sucherkamera oder gemeint, oder?
      Gung ho :thumbsup:
      Peter
      ...robert, es ist wohl nicht nur die bequemlichkeit, sondern v.a. der preis, der zum umschwenken bewegt -
      als ich noch mit einer "richtigen" kamera fotos machte, hat das gedauert und war entsprechend teuer, heute mach ich dann eben nochmal 20 aufnahmen und suche die beste aus -
      früher hat man den vormittag in der dunkelkammer verbracht, jetzt sitzt man sich den rücken die halbe nacht bei photoshop krumm - WAS für ein unterschied :P
      Wenn ich da an meine "Instamatic" von Kodak denke.
      Das war zu meiner Lehrzeit 1963....
      Quadratische Bilder, ich habe noch heute einige Bilder davon.


      Foto: Lippisches Kamera Museum
      Gruß vom Goliath (Fritz aus Köln)
      Mein gebauten Modelle ..... :D



      In Arbeit ist aktuell:
      Der Bau der Bismarck von Revell im Maßstab 1:350 und nebenbei die Bayrische S3/6, das Schlachtschiff Scharnhorst + Tankschiff im Maßstab 1: 400 ...

      Riecan schrieb:

      Der Unterschied zwischen analog und digital ist das Filmmaterial.


      Nicht nur … bei den „alten“ Spiegel-Analogkameras musste/durfte man noch fast alles selber machen. Vollautomatisch war da fast nix (70er Jahre). Heute braucht man selbst bei billigen Digitalkameras „nur noch“ auf den Auslöser drücken und man bekommt ein einigermaßen brauchbares Bild. Schau dir die Wegwerfkameras an … vor 30 Jahren wären die undenkbar gewesen.


      Naja, stimmt nicht ganz. Die ersten Spiegelreflexkameras mit Automatikfunktionen gab es schon in den frühen 70ern.
      Der Unterschied zwischen analog und digital liegt tatsächlich im Speichermedium. Das hat mit den Funktionen nichts zu tun.
      Gung ho :thumbsup:
      Peter
      ...peter sind wohl auch die (ziemlich) unterschiedlichen brennweitenbezeichnungen der objektive, die heutige digitale von den klassischen sr kameras unterscheiden -
      abgesehen von dem "artificial shutter" geräusch, das in der digitalen kamera ja nur die spiegelbewegung vortäuscht - nix gegen einen schönen spiegelsound der guten alten schule -
      kann mich noch lebhaft an meine erste sr mit sucherschacht (damals noch ohne doppelprisma) von praktica erinnern, da fielen vögel von den bäumen, wenn der spiegel hochklappte 8o und wieder mit einem satten trrrrrrrrrrrrr runterfiel...
      @statler
      Die Brennweitenbezeichnungen hängen von der Sensorgröße und ergeben einen Cropfaktor. Außer bei Vollformat. Da kennt sich keiner mehr aus.
      Der Spiegelschlag ist aber bei richtigen Spiegelreflexkameras nach wie vor hörbar, natürlich nicht mehr so laut. Früher war das alles rein mechanisch, heute alles elektronisch.
      Darum liebe ich meine Leica M6 so. Die hat keinen Spiegel, robust, klein und qualitativ hochwertig. Einzig die Objektive sind schweineteuer. Da geht nix unter 1000 €.
      Gung ho :thumbsup:
      Peter
      Die meisten heute gängigen digital SR Kameras haben einen APS-C Sensor mit 15,7x23,5 mm Aufnahmefläche welcher gegenüber dem Vollformat mit 24x36 mm Bildfläche einen Crop-Faktor von ~1,6 entspricht. Daraus ergibt sich, dass z.B. ein 50mm Vollformatobjektiv an einer APS-C Kamera einen Bildausschnitt (bei gleichem Aufnahmeabstand) entsprechend einer 80mm Brennweite liefert.

      LG Robert
      geh'd ned gibt's ned